Hercules 3D Prophet II GTS (1/9)
Welcher Auto-Freak kennt es nicht, das Argument: "was nützen dir die schönsten Alu Felgen am Auto wenn du sie während der Fahrt gar nicht siehst...?!". Als Antwort darauf könnte man sagen, daß man seine Außenspiegel eben so stellt das man die Felgen während der Fahrt eben doch sieht... oder man fährt eben nur vor Geschäften mit großen Schaufenstern....
Ähnlich ist es bei der neuen Hercules 3D Prophet II GTS. Die Karte sieht schon auf den ersten Blick sehr schnell aus. Keine langweilige grüne oder braune Platine sondern ein Türkis schimmerndes langes Board mit hellblau schimmernden Kühlkörpern (Ich muss immer an Meer und Urlaub denken....). Während andere Hersteller mit jedem Pfennig rechnen und jedes noch so kleine Bauteil am liebsten einsparen würden, verpaßt Hercules sogar jedem einzelnen Speicherbaustein einen eigenen Kühlkörper. Ob dies allerdings für bessere Overclockingkapzitäten sorgt ist zumindest fraglich, denn normalerweise überhitzen beim Übertakten des Speichers nicht die Speicherbausteine, sondern der Taktgenerator - und der ist im 3D Chip selbst integriert. In der Praxis werden beim Übertakten die Speicherkühler auf der 3D Prophet II GTS aber deutlich warm. Ob dies auf eine aufgehitzte Platine oder tatsächlich erwärmten Speicher zurückzuführen ist kann man nur schwer sagen. Aber allein schon die Optik der Karte rechtfertigt eigentlich diese Kühlkörper..... Zu den Technischen Daten. Die Karte stellt ein abgewandeltes Referenzdesign dar, auf dem die Bauteile der Spannungsversorgung nach hinten gewandert sind. Der in 0.18 Micron gefertigte GeForce2 GTS Chip läuft mit den Standardmäßigen 200MHz. Die 6ns DDR RAM Speicherbausteine laufen mit 166MHz, was effektive 333MHz ermöglicht. Dies ist auch der erste Kritikpunkt an den neuen GeForce 2 Karten. Die Speicherbandbreite ist mit nur 33MHz höherem Takt nur minimal besser als bei GeForce DDR Grafikkarten. Allerdings hat NVIDIA bei der Rechenleistung des Chips stark nachgelegt. GeForce2 besitzt 4 optimierte Render-Pipes die nun pro Takt 4 Pixel bzw. 8 Texel rendern können - doppelt soviel wie beim GeForce. Diese Rechenleistung ermöglicht die von NVIDIA Giga-Texel-Shading getaufte Technologie, die realistisch wirkende Oberflächenreflektionen und Eigenschaften ermöglicht. Natürlich können diese Oberflächen auch mit GeForce oder älteren Karten dargestellt werden. Diese verlieren dann aber deutlich an Leistung. (Mehr zur Technik des Chips in der GeForce2 Vorstellung). |
|
|||||
| Copyright: 10.05.2000 -
RIVA
Station 2000 - Lars Weinand URL of this Article: www.rivastation.com/3dprohet2.htm - If you want to link to it, please use this URL! :-) |
![]() |