Shootout: 7 GeForce 3 Karten im Vergleich (1/42)

Angekündigt war er bereits letztes Jahr. Doch ohne Angabe von Gründen verzögerte sich die offizielle GeForce 3 Vorstellung um fast 3 Monate, auf Ende Februar. Viele Gerüchte um mögliche Gründe machten die Runde, von Fehlern im Chipdesign bis zu strategischen Gesichtspunkten gab es das komplette Menü der Gerüchteküche zu hören.

Die Auslieferung der ersten Testkarten zog sich dann aber noch weiter hin. Vereinzelt aufgetauchte Karten wurden als fehlerhaft und non-final deklariert, die gezeigte Performance in Frage gestellt. Mitte Mai sind GeForce 3 Karten nun endlich in Stückzahlen verfügbar. Offizielle Statements seitens NVIDIA über die wahren Gründe der Verzögerungen fehlen aber bis heute. Wahrscheinlichste Gründe noch zu instabile Treiber und ein Fehler im Boarddesign.

Um das Durcheinander dann wirklich komplett zu machen, kamen Karten mit GeForce 3 Chips verschiedener Revisionsnummern auf den Markt. Die frühen A3 Revisionen sind noch mit NV20 beschriftet, während die neueren A5 Chips einen GeForce 3 Schriftzug tragen und auf einem leicht modifizierten Board sitzen. An diesem Test nehmen noch 2 Karten mit Chips nach A3 Revision teil. Performance- oder Qualitätsunterschiede traten zwischen A3 und A5 Karten jedoch nicht auf (Hilfe bei der Identifikation hier).

Die Technik

Über die Technik wurde im Internet schon hundertfach berichtet. Einer der interessantesten Artikel befindet sich hier: Deutsch/Englisch. Dennoch noch einmal zusammenfassend die wichtigsten Features von NVIDIA´s neuem Wunderchip:

Mit 57 Millionen Transistoren übertrifft der Chip seinen Vorgänger GeForce 2 (27 Mio.) um gut das doppelte. Auch die reine Rechenleistung stieg – bei gleichgebliebenem Takt – von 46 auf gut 76 Gigaflops. Dennoch ist der Chip in seiner Grundfläche kaum größer, was er dem neueren 0.15 Micron Fertigungsprozess verdankt.


NVIDIA Chips im Vergleich

Der GeForce 3 ist jedoch alles andere als ein reiner GeForce 2 Chip Shrink, sondern praktisch ein komplettes Neudesign. Das neue Zauberwort heißt Programmierbarkeit, oder im NVIDIA Marketing Englisch: nFinite FX Engine, was für die neuen Vertex und Pixel Shader steht. Die T&L Engine in GeForce 2 Chips ist nicht in der Lage, Polygonoperationen zu berechnen, sondern kann die Dreiecke nur im Raum plazieren. Der Vertex Shader in NVIDIA´s GeForce 3 ist dagegen programmierbar. So lassen sich Objekte verzerren, drehen oder quetschen – ohne jegliches Zutun der CPU. Der Vertex Shader ersetzt wenn er benutzt wird komplett die T&L Engine, die aber immer noch im Chip implementiert ist. Hier heißt es dann entweder/oder.

Copyright: 28.05.2001 -   RIVA Station 2001 - Lars Weinand
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