Shootout: 7 GeForce 3 Karten im Vergleich (39/42)

Overclocking

Das Testen der Overclockingfähigkeiten ist nicht ganz unproblematisch, denn die erreichten Taktraten gelten nicht für die komplette Produktlinie des Herstellers sondern nur für dieses einzelne, gerade getestete Exemplar. Die gleiche Karte des Nachbarn kann sich schon deutlich anders verhalten. Zudem wird die Presse oft auch mit besonders potenten Karten versorgt. Insgesammt ergibt sich aber ein schönes Gesamtbild des Overclocking Potentials bei GeForce 3 Karten.

Getestet wurde jeweils mit den aktuellen Herstellertreibern und dessen eigenen Tweak-Tools – falls vorhanden. Die ASUS Karte ist so schon gleich von vorneherein aus dem Rennen um den Spitzenplatz, denn das Tweaktool erlaubt maximale Taktraten von 220/500 MHz. Die Ergebnisse der anderen Karten zeigen das hier noch viel mehr ginge und in Tests mit anderen Tweak Tools ging die Testkarte denn auch bis 230/530.

Quake 3 - OpenGL - INTEL PENTIUM 4 1500Hz

 Wie bereits erwähnt sind die erzielten Ergebnisse nicht unbedingt auf andere GeForce 3 Karten des selben Herstellers übertragbar. Dennoch zeigen sich einige Auffälligkeiten.

  • ASUS V8200 Deluxe: ASUS verschenkt einiges an Potential durch die begrenzten Overclocking Werte. Wenn schon eigene Overclocking Software mitgeliefert wird, dann doch bitte richtig!
  • ELSA GLADIAC 920: Die OC Menüs des Quasi-Referenztreibers werden erst nach editieren der Registry sichtbar. Das A3 Testexemplar zeigt sich sehr potent.
  • Gainward CARDEXpert GF3: Die Karte erreicht zwar hohe Taktraten, kann dies unerklärlicherweise jedoch nicht in den Taktraten angemessene Performance umsetzen.
  • Hercules 3D Prophet III : Die Testkarte stürzt relativ früh ab. Scheinbar handelt es sich noch um ein sehr frühes A3 Exemplar. Die speziellen Kühlkörper und Lüfter auf der Karte helfen da auch nicht.
  • Leadtek WinFast GeForce 3: Die ohnehin sehr schnelle WinFast erlaubt eigentlich auch hohe Werte, scheitert in der Praxis aber an den bereits kritisierten massiven Speicherkühlkörpern, die Hitze mangels ausreichender Ableitflächen eher speichern statt sie an die Umgebungsluft abzuleiten.
  • MSI StarForce 822: MSI zeigt das es auch ohne Speicherkühlkörper geht. Die Karte erreicht respektable OC Werte, ohne das der Speicher dadurch übermäßig heiß wird.
  • Visiontek GeForce 3: Die Visiontek Karte erreicht ähnliche OC-Werte wie die GLADIAC. Dies überrascht nicht, denn schließlich fertigt Visiontek die Karten für ELSA. Das statt Wärmeleitpaste nur ein Pad zwischen Kühlkörper und Chip angebracht ist, scheint nicht weiter ins Gewicht zu fallen.

Die Tests zeigen das sich noch einiges an Performance aus der aktuellen GeForce Serie herausholen lässt. Die 3,8 ns Speichermodule auf den Karten sind ohnehin bis 500MHz spezifiziert. Warum es NVIDIA allerdings nicht erlaubt die Karten mit höheren Speichertaktraten als 460MHz auszuliefern erscheint rätselhaft. Vielleicht möchte man nach oben noch Luft für künftige Ultra Modelle lassen.

Copyright: 28.05.2001 -   RIVA Station 2001 - Lars Weinand
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