Die
Karten im einzelnen - welche für wen?
Schnell sind sie Alle - keine Frage. Jede
kommt durch die sehr gute 3D Performance locker über 90% und heimst so einen Hardcore
Award ein. In Sachen Ausstattung und Treibertools gibt es aber große Unterschiede.
Letzendlich werden die meisten ohnehin nach Verfügbarkeit und Preis entscheiden.
Update (30.05.2001): Ein
Wort noch zur Bildqualität, da viele nach diesem Thema fragen. Leider fehlt mir
entsprechendes Testequipment um genaue Aussagen dazu machen zu können. Ich habe aber
diverse GF3 Karten an meinem Arbeitsrechner mit ELSA ECOMO 19H98 Monitor betrieben. Beim
Wechsel zwischen GeForce 2 und diesen Karten scheint das Bild mit GF3 schärfer und klarer
zu sein. Persönlich würde ich die Signalqualität der GF3 Karten als durchweg sehr gut
und besser als bei GeForce 2 Karten beurteilen - zumindest an diesem Monitor!
Hier das Faszit der jeweiligen Karten - in
Alphabetischer Reihenfolge:
ASUS V8200 Deluxe 95%
ASUS liefert mit der V8200 Deluxe
wie gewohnt ein sehr vielseitiges und beeindruckendes Paket ab. Auch optisch hat die 8200
viel zu bieten. Aufpassen sollten aber MP Clan-Spieler. Anti-Cheat Tools wie Punkbuster
sperren ASUS Treiber wegen der wieder aufgetauchten SeeThrough Features aus. Spielen auf
PB geschützten Counter-Strike Servern ist dann nur mit NVIDIA Referenztreibern möglich,
mit denen sich die Fähigkeiten der Deluxe jedoch nicht nutzen lassen. Dennoch hat die
8200 den Testsieg verdient. Keine andere bietet mehr! |
ELSA GLADIAC 920 92%
Die GLADIAC 920 ist eine solide Karte.
Trotz unspektakulärer Kühlung ist sie auch beim Übertakten ganz vorne dabei. Etwas
enttäuschend sind allerdings die Treiber. Hier hatte ELSA früher deutlich mehr zu
bieten. Auch das Spielebundle kann da nicht wirklich drüber hinwegtrösten. Auch TV-In
stünde der Karte gut zu Gesicht, denn schließlich warten viele Fans immer noch auf einen
Nachfolger der Erazor III ViVo oder gar der Erazor 128 Video. Dieses Feld überlässt man
kampflos ASUS, Gainward und MSI. |
Gainward CARDEXpert GF3
93%
Was möchte Gainward mit der roten
Erscheinung ausdrücken? Giftig teuflisch zum Verlieben? Die Antwort muss
ich leider schuldig bleiben. Schwächen zeigt die Karte nur Softwareseitig. Das
Overclocking Tool scheint noch nicht optimal zu laufen, was aber nicht weiter tragisch
ist, da sich stattdessen auch die OC Menüs im Referenztreiber nutzen lassen.
Schmerzlicher ist da eher das fehlen einer Video Viewer Software. Dies geht zwar auch mit
der Videoschnittsoftware und den beigelegten Trial Versionen (Digital VCR) wirklich
komfortabel ist das aber nicht. Wer vollen Gebrauch der Video-In Funktionen machen möchte
sollte also etwas Experimentierfreude mitringen. Ansonsten kann man bedenkenlos zugreifen. |
Hercules 3D Prophet III 91%
Puristen und OC Freaks kommen bei der 3D
Prophet III voll auf ihre Kosten. Leider war die frühe Testversion in Sachen OC nicht
sehr leistungsfähig und die besonderen Kühlmethoden kamen nicht zum Tragen. Hier wird
ein Nachtest fällig. Wer auf Bundles und Tools-Schnickschnack verzichten kann, der ist
hier gut bedient. |
Leadtek WinFast GeForce 3 TD 92%
Leadtek schnürt mit der WinFast GeForce
3 TD ein interessantes Paket. An Kritikpunkten bleiben nur der Lüfter sowie die
unwirksamen Speicherkühlkörper ein Punkt der bereits bei der GF2 Ultra Karte
kritisiert wurde, die mit den selben Kühlkörpern ausgestattet ist. Edle Optik nützt da
auch nicht viel. Dennoch war die Karte bei den Benchmarktests mit Standardtaktraten immer
ganz vorne dabei und ist damit der Performance King in diesem Vergleich. |
MSI StarForce 822 93%
MSI möchte sich einen festen Platz im
Grafikkartensegment erobern. Mit der StarForce 822 ist man auf dem richtigen Weg. Zu
kritisieren bleibt aber das fehlen jeglicher Video-Viewer Software. Es gibt zwar einige
Freeware Programme um den Standard Capture Treiber anzusprechen, aber nicht jeder weiß wo
er diese findet oder wo er suchen muss. Das beigelegte VideoStudio SE ist keine wirkliche
Alternative. Etwas überraschend ist die gute OC Fähigkeit der Karte. Das fehlen der
Speicherkühlkörper ist also nicht weiter tragisch. |
Visiontek GeForce 3 91%
Außer dem wie bei Leadtek und Hercules
nur eingeschränkt nutzbaren TV-Out bietet Visiontek dem Käufer außer sehr guter 3D
Performance nicht viel. Selbst eine DVD Player Software sucht man vergebens. Wer sich
damit zufrieden gibt, der wird aber dennoch mit dieser Karte glücklich. Das OC Potential
der Karte gehört zu den besten des Testfeldes. |
- The End -
Lars
"Borsti" Weinand - Editor In Chief - RIVA Station 2001
Einige Notizen rund um diesen
Test:
- Der Artikel ist eigentlich viel zu lang aber doch wieder
viel zu Kurz um ausreichend auf alle Karten einzugehen. Wer spezielle Fragen hat, der
sollte einfach eine EMail schicken!
- Was hat sich ASUS dabei gedacht die Testkarte mit
"getweakten" Treibern zu schicken? Auf der selbstgebrannten CD befand sich ein
Treiber in der Version v12.00, in dem das dynamische Overckocking "zufällig"
aktiviert war. Die Karte lief so in 3D Anwendungen mit rund 220/500MHz statt den normalen
200/460. Zunächst fiel das nicht auf. Erst im Vergleich wunderte ich mich dann über das
deutlich bessere Abschneiden der Karte. In den eilig nachgeschickten v12.10 war dieser
"Bug" dann aber behoben.
- In der Gesamtaufnahme am Ende fehlt die Gainward. Diese
musste leider schon vorzeitig wieder zurück, bevor alle anderen da waren.
- Alleine die Benchmark Tests haben fast Eineinhalb Wochen
gedauert und mussten teilweise wegen neuer Treiber mehrfach wiederholt werden!
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