Shootout: 7 GeForce 3 Karten im Vergleich (42/42)

Die Karten im einzelnen - welche für wen?

Schnell sind sie Alle - keine Frage. Jede kommt durch die sehr gute 3D Performance locker über 90% und heimst so einen Hardcore Award ein. In Sachen Ausstattung und Treibertools gibt es aber große Unterschiede. Letzendlich werden die meisten ohnehin nach Verfügbarkeit und Preis entscheiden.

Update (30.05.2001): Ein Wort noch zur Bildqualität, da viele nach diesem Thema fragen. Leider fehlt mir entsprechendes Testequipment um genaue Aussagen dazu machen zu können. Ich habe aber diverse GF3 Karten an meinem Arbeitsrechner mit ELSA ECOMO 19H98 Monitor betrieben. Beim Wechsel zwischen GeForce 2 und diesen Karten scheint das Bild mit GF3 schärfer und klarer zu sein. Persönlich würde ich die Signalqualität der GF3 Karten als durchweg sehr gut und besser als bei GeForce 2 Karten beurteilen - zumindest an diesem Monitor!

Hier das Faszit der jeweiligen Karten - in Alphabetischer Reihenfolge:

Click to Enlarge!ASUS V8200 Deluxe – 95%

ASUS liefert mit der V8200 Deluxe wie gewohnt ein sehr vielseitiges und beeindruckendes Paket ab. Auch optisch hat die 8200 viel zu bieten. Aufpassen sollten aber MP Clan-Spieler. Anti-Cheat Tools wie Punkbuster sperren ASUS Treiber wegen der wieder aufgetauchten SeeThrough Features aus. Spielen auf PB geschützten Counter-Strike Servern ist dann nur mit NVIDIA Referenztreibern möglich, mit denen sich die Fähigkeiten der Deluxe jedoch nicht nutzen lassen. Dennoch hat die 8200 den Testsieg verdient. Keine andere bietet mehr!

Click to Enlarge!ELSA GLADIAC 920 – 92%

Die GLADIAC 920 ist eine solide Karte. Trotz unspektakulärer Kühlung ist sie auch beim Übertakten ganz vorne dabei. Etwas enttäuschend sind allerdings die Treiber. Hier hatte ELSA früher deutlich mehr zu bieten. Auch das Spielebundle kann da nicht wirklich drüber hinwegtrösten. Auch TV-In stünde der Karte gut zu Gesicht, denn schließlich warten viele Fans immer noch auf einen Nachfolger der Erazor III ViVo oder gar der Erazor 128 Video. Dieses Feld überlässt man kampflos ASUS, Gainward und MSI.

Click to Enlarge!Gainward CARDEXpert GF3 – 93%

Was möchte Gainward mit der roten Erscheinung ausdrücken? Giftig – teuflisch – zum Verlieben? Die Antwort muss ich leider schuldig bleiben. Schwächen zeigt die Karte nur Softwareseitig. Das Overclocking Tool scheint noch nicht optimal zu laufen, was aber nicht weiter tragisch ist, da sich stattdessen auch die OC Menüs im Referenztreiber nutzen lassen. Schmerzlicher ist da eher das fehlen einer Video Viewer Software. Dies geht zwar auch mit der Videoschnittsoftware und den beigelegten Trial Versionen (Digital VCR) – wirklich komfortabel ist das aber nicht. Wer vollen Gebrauch der Video-In Funktionen machen möchte sollte also etwas Experimentierfreude mitringen. Ansonsten kann man bedenkenlos zugreifen.

Click to Enlarge!Hercules 3D Prophet III – 91%

Puristen und OC Freaks kommen bei der 3D Prophet III voll auf ihre Kosten. Leider war die frühe Testversion in Sachen OC nicht sehr leistungsfähig und die besonderen Kühlmethoden kamen nicht zum Tragen. Hier wird ein Nachtest fällig. Wer auf Bundles und Tools-Schnickschnack verzichten kann, der ist hier gut bedient.

Click to Enlarge!Leadtek WinFast GeForce 3 TD – 92%

Leadtek schnürt mit der WinFast GeForce 3 TD ein interessantes Paket. An Kritikpunkten bleiben nur der Lüfter sowie die unwirksamen Speicherkühlkörper – ein Punkt der bereits bei der GF2 Ultra Karte kritisiert wurde, die mit den selben Kühlkörpern ausgestattet ist. Edle Optik nützt da auch nicht viel. Dennoch war die Karte bei den Benchmarktests mit Standardtaktraten immer ganz vorne dabei und ist damit der Performance King in diesem Vergleich.

Click to Enlarge!MSI StarForce 822 – 93%

MSI möchte sich einen festen Platz im Grafikkartensegment erobern. Mit der StarForce 822 ist man auf dem richtigen Weg. Zu kritisieren bleibt aber das fehlen jeglicher Video-Viewer Software. Es gibt zwar einige Freeware Programme um den Standard Capture Treiber anzusprechen, aber nicht jeder weiß wo er diese findet oder wo er suchen muss. Das beigelegte VideoStudio SE ist keine wirkliche Alternative. Etwas überraschend ist die gute OC Fähigkeit der Karte. Das fehlen der Speicherkühlkörper ist also nicht weiter tragisch.

Click to Enlarge!Visiontek GeForce 3 – 91%

Außer dem wie bei Leadtek und Hercules nur eingeschränkt nutzbaren TV-Out bietet Visiontek dem Käufer außer sehr guter 3D Performance nicht viel. Selbst eine DVD Player Software sucht man vergebens. Wer sich damit zufrieden gibt, der wird aber dennoch mit dieser Karte glücklich. Das OC Potential der Karte gehört zu den besten des Testfeldes.

- The End -

Lars "Borsti" Weinand - Editor In Chief - RIVA Station 2001

Einige Notizen rund um diesen Test:

  • Der Artikel ist eigentlich viel zu lang aber doch wieder viel zu Kurz um ausreichend auf alle Karten einzugehen. Wer spezielle Fragen hat, der sollte einfach eine EMail schicken!
  • Was hat sich ASUS dabei gedacht die Testkarte mit "getweakten" Treibern zu schicken? Auf der selbstgebrannten CD befand sich ein Treiber in der Version v12.00, in dem das dynamische Overckocking "zufällig" aktiviert war. Die Karte lief so in 3D Anwendungen mit rund 220/500MHz statt den normalen 200/460. Zunächst fiel das nicht auf. Erst im Vergleich wunderte ich mich dann über das deutlich bessere Abschneiden der Karte. In den eilig nachgeschickten v12.10 war dieser "Bug" dann aber behoben.
  • In der Gesamtaufnahme am Ende fehlt die Gainward. Diese musste leider schon vorzeitig wieder zurück, bevor alle anderen da waren.
  • Alleine die Benchmark Tests haben fast Eineinhalb Wochen gedauert und mussten teilweise wegen neuer Treiber mehrfach wiederholt werden!

Copyright: 28.05.2001 -   RIVA Station 2001 - Lars Weinand
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