RIVA Station Graphic Cardtest 99

 
Ein heisser Sommer ist angebrochen. Noch nie war der 3D Kartenmarkt so vielschichtig wie heute.

RIVA Station hat  8 neue Grafikkarten mit 3 verschiedenen Chipsätzen getestet:

  • 3Dfx Voodoo3 3000
  • V3 ASUS AGP-V3800 TVR - TNT2
  • ASUS AGP-V3800 Ultra Deluxe - TNT2 Ultra
  • Diamond Stealth S540 III - Savage4 Pro+
  • Diamond Viper V770 Ultra - TNT2 Ultra
  • ELSA Erazor III Video - TNT2
  • ELSA Winner II - Savage4 Pro+
  • Guillemot Maxi Gamer Xentor - TNT2

Statt alles in Einzeltests aufzuteilen habe ich einen grossen Test daraus gemacht, damit ein besserer Überblick entsteht.

Zum Vergleich habe ich bei den Benchmarks eine Erazor II mit RIVA TNT mitgetestet. Die umfangreichen Videofunktionen der ASUS V3800 und ELSA ERAZOR III werden in einem späteren Testbericht genauer unter die Lupe genommen. Hier geht es erstmal nur um die Spieleperformance.

3Dfx/STB Voodoo3

Mit der Voodoo3 hat 3Dfx engültig Abschied vom 3D Add-On Karten Konzept genommen. Sie ist der Nachfolger der Add-On Karte Voodoo2 und der all in one Karte Voodoo Banshee. Der Voodoo3 Chip ist im Prinzip ein überarbeiteter Banshee mit zweiter Textureinheit. Diese hatte allerdings schon die Voodoo2 zu bieten hatte. Allerdings hat 3Dfx die Taktraten der Chips durch die 0.25 Micron Bauform deutlich steigern können. Auch an der Bildqualität wurde mit Hilfe neuer Bild-Filter gearbeitet.
Der Chip ist sehr schnell, es fehlen jedoch viele Features im Chip, die die Konkurenz schon heute bzw. gestern bietet. Angefangen mit 32Bit Rendering über hochauflösenden Texturen, einem auf 16Bit begrenzten Z-Buffer, Ansiotropischer Filterung bis zu AGP-Texturing fehlt dem Chip so einiges. Entgegensetzen kann die Karte aber eine gute Performance und Glide Support. Erhältlich sind die Voodoo3 2000 und Voodoo3 3000. Eine Voodoo3 3500, die mit Video I/O Features und nochmals höherem Takt ausgestattet ist, befindet sich am Start. Der maximale Speicherausbau der Karten beträgt 16MB. Mehr ist angesichts der maximalen Texturgrösse von 256x256 Pixel und fehlendem 32Bit Support auch eher unnötig. Das Resultat des im Vergleich zu den meisten TNT2 geringeren Speicherausbaus ist ein erfreulich niedriger Preis!

NVIDIA TNT2 / TNT2 Ultra

Mit dem TNT2 hat NVIDIA viele in der Branche überrascht. Viele habe einfach nur einen etwas höher getakteten TNT erwartet. Dies ist auch der Fall, allerdings hat NVIDIA vor allem unter 32Bit Farbtiefe für einen Leistungsanstieg gesorgt. Ermöglicht wurde dies durch eine nicht genauer bekannt gewordene 'interne Überarbeitung'. Wie auch der Voodoo3 wird der TNT2 in 0.25Micron gefertigt. Die schnellste Version des TNT2, genannt TNT2 Ultra läuft mit 150MHz Chip- und 183Mhz Speichertakt. Die normale Version mit 125/150. Dies sind jedoch nur Empfehlungen seitens NVIDIA. Manche Hersteller wählen einen anderen Takt. Die Bildqualität ist, wie schon vom TNT gewohnt, sehr gut. Der Chip bietet 32Bit Rendering, 24Bit Z-Buffer, 8Bit Stencil Buffer, Ansiotropische Filterung, Texturen bis 2048x2048, AGP4x und AGP Texturing etc. TNT2 Karten gibt es auch mit Video I/O. Momentan bieten aber nur ELSA und ASUS TNT2 Karten mit Videoeingang an. Der maximale Speicherausbau des TNT2 beträgt 32MB SDRAM oder SGRAM. Weitere Informationen über die Features des TNT2 ist im RIVA Station TNT2 Features Artikel zu finden.

S3 Savage4

Mit dem Savage hat sich S3 auf dem Grafikkartenmarkt zurückgemeldet. Hatte S3 doch einst mit seinen Karten den OEM Markt beherrscht, so hat man mit dem ersten 3D Chip, dem Virge eine Bauchlandung erlitten. Die 3D Leistung war kaum erwähnenswert. Danach hat S3 Stück für Stück weiter an Boden verloren. Mit dem Savage hat S3 wieder Kurs genommen. Mit der eigens enwickelten S3TC Texturkompression hat S3 auch gleiche eine neue Technolgie vorgestellt, die von Microsoft als Standard in DirectX übernommen wurde. Ausser beeindruckenden Screenshots blieb der Savage aber der Erfolg verwehrt, da die Performance im Vergleich zur Konkurenz unbefriedigend war. Mit dem Nachfolger, dem nun erhältlichen Savage4 hat S3 engültig Anschluss gewonnen. Mit 32Bit Rendering, über hochauflösende Texturen, Stencil Buffer, Ansiotropischer Filterung, AGP 4x und AGP Texturing ist der Chip auf der Höhe der Zeit. Auch Video I/O Funktionen sind möglich. DVD Hardware Support ist vorhanden. Erhältlich ist der Chip in 6 verschiedenen Varianten: Savage4 LT (110/110MHz-8MB), Savage4 GT (110/125-16MB), Savage4 PRO-M (110/125-32MB), Savage4 PRO-M+ (125/143-32MB), Savage4 PRO (110/125-32MB) und Savage4 PRO+ (125/145-32MB). Die Leistung der schnellsten Variante, des Savage4 Pro+  liegt knapp oberhalb des TNT. Mit TNT2 und Voodoo3 kann der Chip aber nicht mithalten. S3 hat mit dem Chip auch haupsächlich den OEM Markt (Komplettsysteme) im Auge. Ermöglicht wird dies vor allem durch einen sehr niedrigen Preis.

 

RIVA TNT 2

Savage 4

Voodoo 3

Company

nVidia

S3

3Dfx

Features

     

Single pass
multitexturing

yes

yes

yes

True-color
3D rendering

yes

yes

no

AGP texturing

yes

yes

no

Bump-mapping3

yes (1 pass)

yes

no1

Anisotropic filtering

yes (1 pass)

yes

no4

Trilinear filtering

yes

yes

yes

z-Buffer

32 bit

32 bit

16 bit

Max. texture size

2048*2048

2048*2048

256*256

Stencil buffer

8 bit

8 bit

-

Max. resolution

2048*1536

1920*1440

2048*1536

Bus types

AGP x1
AGP x2
AGP x4

AGP x2
AGP x4

PCI
"AGP x1"
"AGP x2"
no texturing

Memory config.

max. 32 MB

max. 32 MB

max. 16 MB

motion compensation

yes

yes

no

Micron

0.25

0.25

0.25

RAMDAC

300 MHz

300 MHz

350 MHz

Supported API

Direct3D
OpenGL

Direct3D
OpenGL

Direct3D
miniGL5
Glide
OpenGL

Supported OS

Win 95/98/NT
Linux / XFree86
BeOS

Win 95/98/NT

Win 95/98/NT

Special features

twin texel pipeline
(2 pixels per clock)
8 bit destination alpha channel

S3TC texture compression

 

Release date

available

available

available

Dank an Lux3D für die Tabelle! - Angaben ohne Gewähr!

RIVA Station 1999 - Lars Weinand