| Ein heisser Sommer ist angebrochen. Noch nie war der 3D
Kartenmarkt so vielschichtig wie heute. RIVA
Station hat 8 neue Grafikkarten mit 3 verschiedenen Chipsätzen getestet:
- 3Dfx Voodoo3 3000
- V3 ASUS AGP-V3800 TVR - TNT2
- ASUS AGP-V3800 Ultra Deluxe - TNT2 Ultra
- Diamond Stealth S540 III - Savage4 Pro+
- Diamond Viper V770 Ultra - TNT2 Ultra
- ELSA Erazor III Video - TNT2
- ELSA Winner II - Savage4 Pro+
- Guillemot Maxi Gamer Xentor - TNT2
Statt alles in Einzeltests aufzuteilen habe ich einen grossen
Test daraus gemacht, damit ein besserer Überblick entsteht.
Zum Vergleich habe ich bei den Benchmarks eine Erazor II mit
RIVA TNT mitgetestet. Die umfangreichen Videofunktionen der ASUS V3800 und ELSA ERAZOR III
werden in einem späteren Testbericht genauer unter die Lupe genommen. Hier geht es
erstmal nur um die Spieleperformance.
3Dfx/STB Voodoo3
Mit der Voodoo3 hat 3Dfx engültig Abschied vom 3D
Add-On Karten Konzept genommen. Sie ist der Nachfolger der Add-On Karte Voodoo2 und der
all in one Karte Voodoo Banshee. Der Voodoo3 Chip ist im Prinzip ein überarbeiteter
Banshee mit zweiter Textureinheit. Diese hatte allerdings schon die Voodoo2 zu bieten
hatte. Allerdings hat 3Dfx die Taktraten der Chips durch die 0.25 Micron Bauform deutlich
steigern können. Auch an der Bildqualität wurde mit Hilfe neuer Bild-Filter gearbeitet.
Der Chip ist sehr schnell, es fehlen jedoch viele Features im Chip, die die
Konkurenz schon heute bzw. gestern bietet. Angefangen mit 32Bit Rendering über
hochauflösenden Texturen, einem auf 16Bit begrenzten Z-Buffer, Ansiotropischer Filterung
bis zu AGP-Texturing fehlt dem Chip so einiges. Entgegensetzen kann die Karte aber eine
gute Performance und Glide Support. Erhältlich sind die Voodoo3 2000 und Voodoo3 3000.
Eine Voodoo3 3500, die mit Video I/O Features und nochmals höherem Takt ausgestattet ist,
befindet sich am Start. Der maximale Speicherausbau der Karten beträgt 16MB. Mehr ist
angesichts der maximalen Texturgrösse von 256x256 Pixel und fehlendem 32Bit Support auch
eher unnötig. Das Resultat des im Vergleich zu den meisten TNT2 geringeren
Speicherausbaus ist ein erfreulich niedriger Preis!
NVIDIA TNT2 / TNT2 Ultra
Mit dem TNT2 hat NVIDIA viele in der Branche
überrascht. Viele habe einfach nur einen etwas höher getakteten TNT erwartet. Dies ist
auch der Fall, allerdings hat NVIDIA vor allem unter 32Bit Farbtiefe für einen
Leistungsanstieg gesorgt. Ermöglicht wurde dies durch eine nicht genauer bekannt
gewordene 'interne Überarbeitung'. Wie auch der Voodoo3 wird der TNT2 in 0.25Micron
gefertigt. Die schnellste Version des TNT2, genannt TNT2 Ultra läuft mit 150MHz Chip- und
183Mhz Speichertakt. Die normale Version mit 125/150. Dies sind jedoch nur Empfehlungen
seitens NVIDIA. Manche Hersteller wählen einen anderen Takt. Die Bildqualität ist, wie
schon vom TNT gewohnt, sehr gut. Der Chip bietet 32Bit Rendering, 24Bit Z-Buffer, 8Bit
Stencil Buffer, Ansiotropische Filterung, Texturen bis 2048x2048, AGP4x und AGP Texturing
etc. TNT2 Karten gibt es auch mit Video I/O. Momentan bieten aber nur ELSA und ASUS TNT2
Karten mit Videoeingang an. Der maximale Speicherausbau des TNT2 beträgt 32MB SDRAM oder
SGRAM. Weitere Informationen über die Features des TNT2 ist im RIVA Station TNT2 Features
Artikel zu finden.
S3 Savage4
Mit dem Savage hat sich S3 auf dem Grafikkartenmarkt
zurückgemeldet. Hatte S3 doch einst mit seinen Karten den OEM Markt beherrscht, so hat
man mit dem ersten 3D Chip, dem Virge eine Bauchlandung erlitten. Die 3D Leistung war kaum
erwähnenswert. Danach hat S3 Stück für Stück weiter an Boden verloren. Mit dem Savage
hat S3 wieder Kurs genommen. Mit der eigens enwickelten S3TC Texturkompression hat S3 auch
gleiche eine neue Technolgie vorgestellt, die von Microsoft als Standard in DirectX
übernommen wurde. Ausser beeindruckenden Screenshots blieb der Savage aber der Erfolg
verwehrt, da die Performance im Vergleich zur Konkurenz unbefriedigend war. Mit dem
Nachfolger, dem nun erhältlichen Savage4 hat S3 engültig Anschluss gewonnen. Mit 32Bit
Rendering, über hochauflösende Texturen, Stencil Buffer, Ansiotropischer Filterung, AGP
4x und AGP Texturing ist der Chip auf der Höhe der Zeit. Auch Video I/O Funktionen sind
möglich. DVD Hardware Support ist vorhanden. Erhältlich ist der Chip in 6 verschiedenen
Varianten: Savage4 LT (110/110MHz-8MB), Savage4 GT (110/125-16MB), Savage4 PRO-M
(110/125-32MB), Savage4 PRO-M+ (125/143-32MB), Savage4 PRO (110/125-32MB) und Savage4 PRO+
(125/145-32MB). Die Leistung der schnellsten Variante, des Savage4 Pro+ liegt knapp
oberhalb des TNT. Mit TNT2 und Voodoo3 kann der Chip aber nicht mithalten. S3 hat mit dem
Chip auch haupsächlich den OEM Markt (Komplettsysteme) im Auge. Ermöglicht wird dies vor
allem durch einen sehr niedrigen Preis.
| |
RIVA TNT 2
|
Savage 4
|
Voodoo 3
|
Company |
nVidia |
S3 |
3Dfx |
Features |
|
|
|
Single pass
multitexturing |
yes |
yes |
yes |
True-color
3D rendering |
yes |
yes |
no |
AGP texturing |
yes |
yes |
no |
Bump-mapping3 |
yes (1 pass)
|
yes |
no1
|
Anisotropic filtering |
yes (1 pass)
|
yes |
no4
|
Trilinear filtering |
yes |
yes |
yes |
z-Buffer |
32 bit |
32 bit |
16 bit |
Max. texture size |
2048*2048
|
2048*2048
|
256*256 |
Stencil buffer |
8 bit |
8 bit |
- |
Max. resolution |
2048*1536
|
1920*1440
|
2048*1536
|
Bus types |
AGP x1
AGP x2
AGP x4 |
AGP x2
AGP x4 |
PCI
"AGP x1"
"AGP x2"
no texturing |
Memory config. |
max. 32 MB
|
max. 32 MB
|
max. 16 MB
|
motion compensation |
yes |
yes |
no |
Micron |
0.25 |
0.25 |
0.25 |
RAMDAC |
300 MHz |
300 MHz |
350 MHz |
Supported API |
Direct3D
OpenGL |
Direct3D
OpenGL |
Direct3D
miniGL5
Glide
OpenGL |
Supported OS |
Win 95/98/NT
Linux / XFree86
BeOS |
Win 95/98/NT
|
Win 95/98/NT
|
Special features |
twin texel
pipeline
(2 pixels per clock)
8 bit destination alpha channel |
S3TC texture
compression |
|
Release date |
available
|
available |
available
|
Dank an Lux3D für die Tabelle! - Angaben ohne Gewähr!
RIVA Station 1999 - Lars Weinand |