3Dfx Voodoo3 3000

Schon die riesige Verpackung mit dem finsteren Blick macht
klar an wen sich diese Karte richtet: Schau mir in die Augen Gamer! Neben der Karte findet
sich in der Verpackung auch ein sehr umfangreiches Spielebundle: FIFA 99, Descent 3,
Unreal und eine Option für ein kostenloses Upgrade auf Unreal Tournament. Das englische
Handbuch der Karte ist mit 10 Seiten im CD-Cover Format aber etwas dünn ausgefallen.
Etwas mehr Hilfestellung wäre wünschenswert. Als weitere Bestell-Karte findet man eine
Option für eine DVD Decoder Software. Aufklärung was es damit auf sich hat findet der
User aber nicht. Es scheint die Software ist nicht rechtzeitig fertig geworden.

Die Voodoo3 3000 ist mit einem Videoausgang ausgerüstet, den
ein Brooktree BT869KRF übernimmt. An der Karte befindet sich dafür ein S-VHS Connector.
Ein Adapterstück für den Anschluss eines Chinchkabels lieftert 3Dfx mit. Als Speicher
kommt auf der Karte 16MB 6ns SDRAM zum Einsatz, aufgeteilt auf 8 Chips. Auf dem Voodoo3
Chip selbst ist ein sehr voluminöser Kühlkörper angebracht um den mit 166MHz laufenden
Voodoo3 die Hitze zu nehmen. Dies schafft der Kühlkörper jedoch nur sehr unbefiedigend.
Bereits nach 5 Minuten Betrieb zeigte die Karte Hitzeprobleme:

Bildfehler durch Überhitzung - Klicken für gesamten
Screenshot
Abhilfe schafft erst das Aufbringen eines
Lüfters. Selbst wenn die meisten Karten ohne Ausfallerscheinungen laufen und dies eher
ein Einzelfall war, ist es für mich absolut unverständlich warum 3Dfx die Karten nicht
mit einem Lüfter ausliefert. Die ganze Karte heizt sich schon nach kurzer Zeit sehr stark
auf - angesichts 160MHz Takt auch kein Wunder. An Overclocking ist so nicht zu denken.
Vielleicht würde schon ein Igelförmiger Kühlkörper wie er normalerweise eingesetzt
wird helfen. Einen Antwort von 3Dfx auf eine entsprechende Anfrage zu dem Thema habe ich
aber nicht erhalten.

Im oberen Teil der Karte ist ein
Feature-Connector untergebracht. Hergestellt wurde die Karte in Mexico. Die Verarbeitung
zeigt keine sichtbaren Mängel. 3Dfx bietet für die Karte 10 Jahre Garantie - angesichts
der Hitzeprobleme etwas mutig wie mir scheint. Getaktet ist die Karte mit 166MHz Chip und
166MHz Speichertakt.
Treiber
An Treibern kam in diesem Test die Treiberversion v1.00.02
zum Einsatz (Quake3 kompat.), die bereits vollen OpenGL Support bietet. Damit deckt der
Treiber von Direct3D, über Glide bis zu OpenGL den kompletten Bereich ab.
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| 3D Settings |
TV-Out |
Treiberinfos |
Tweak Menüs |
Die 3Dfx Tweaks bieten Einstellmöglichkeiten
für die verschiedenen 3D APIs. Leider fehlt die Möglichkeit V-Sync einzustellen. Hier
muss man auf ein Tool wie Powerstrip oder andere im Web zu findende Tools zurückgreifen
(oder in der Registry arbeiten). Weiterhin bietet 3Dfx ein Menü das Systeminformationen
über Grafikkarte und Monitor bietet. Das dritte Menü ist für den TV-Out zuständig.
Der TV-Out bietet die Möglichkeit für einen Dual-View. Das
Monitorbild ist dabei allerdings stark verzerrt. Eine Grösseneinstellung ist vorhanden,
eine gezielte Achseneinstellung wird jedoch nicht geboten. Lobenswert ist die Möglichkeit
die Einzelnen Tweak-Ordner in der Systemsteuerung zu deaktivieren. Das hilft in den
Anzeigeeinstellungen Ordnung zu halten.
Die Performance
Die Performance der Karte unter Direct 3D ist gut. Mit dem
TNT2 kann die Karte hier aber nicht ganz mithalten. Die Leistung ist jedoch weit oberhalb
von TNT und Savage4. Interessant ist Unreal. Hier ist die Voodoo3 auch in Direct3D
schneller als alle anderen. Zu Höchstleistungen läuft die Karte unter Glide auf. In
Unreal läuft die Karte momentan ausser Konkurenz. Die Schnellste TNT2 Ultra Karte schafft
in 1024x768 gerade 43fps. Die Voodoo3 unter Glide zieht hier mit 53fps deutlich weg. Unter
GLQuake ist sie jedoch trotz MiniGL Treiber nicht in der Lage die TNT2´s zu schlagen.
Anders in Quake2. Hier ist die Voodoo3 mit MiniGL immer 5-10 Fps vor den TNT2 Karten. Der
3Dfx OpenGL ICD läuft schon erfreulich Stabil - GLQuake und Quake2 laufen problemlos.
Unreal in OpenGL nur in Einschränkungen (langsam). Die Performance des Treibers ist
jedoch eher schlecht. An die Werte des MiniGL Treibers oder des TNT2 ICD´s kommt der
Treiber nicht annähernd heran. Alles in allem liegt die Performance auf sehr hohem Niveau
- Eine schnelle CPU >400MHz vorrausgesetzt. In langsamen Systemen wie Celeron 300A oder
K6-2 350 kann die Karte ihre Leistung wie alle anderen nicht zeigen. Einen Vorteil
gegenüber der Konkurenz in langsamen Systemen ist nicht festzustellen. Leichte
Stabilitätsprobleme gab es im SS7 System. Überraschend war das sie im Celeron 300A
System leicht schneller, im K6-2 350 System allerdings leicht langsamer war als TNT2.
Bildqualität
Die Signalqualität der Karte ist dank des 350MHz RAMDAC sehr
gut und gestochen Scharf. Schatten oder Schlieren sind nicht zu erkennen. Die 3D
Bildqualität ist gut, kann jedoch mit den anderen Karten allein schon mangels 32Bit
Rendering nicht mithalten. Das merkliche Dithering in 16Bit Farbtiefe lässt sich aber
durch Erhöhung der Auflösung mildern. Unter MiniGL oder Glide sind deutliche Streifen im
Bild sichtbar. Das Bild ist hier auch etwas verwaschen bzw. Unscharf. Mit den OpenGL
ICD´s von S3 oder NVIDIA kann dies nicht mithalten. Unter OpenGL bietet die Karte jedoch
eine sehr gute Bildqualität in Q2, wie man sie von einem ICD gewohnt ist.
3Dfx Voodoo3 3000 Homepage
| Lieferumfang: |
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Handbuch |
Englisch |
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Treiber/Software |
Treiber auf CD-ROM. Vollversion Unreal,
Descent3 und
Fifa 99. Kostenlose Upgrade Option auf Unreal Tournament. Kostenlose Upgrade Option auf
DVD Player. |
| Service: |
Garantie |
10 Jahre |
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Support |
Hotline und Internet |
| Modelle: |
Voodoo3 2000 PCI oder AGP |
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Voodoo3 3000 PCI oder AGP |
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Voodoo3 3500 |
RIVA Station 1999 - Lars Weinand |