RIVA Station Graphic Cardtest 99


 

Diamond Stealth III S540 - (Savage4 Pro+)

Die Karte traf ohne Verpackung ein. In der Verkausfpackung befindet sich neben den Treibern noch eine DVD Player Software. Ein Spielebundle bietet Diamond für die Karte nicht an. Da das Handbuch nicht mitgliefert wurde kann ich dazu nichts aussagen.

Diamond Stealth S540 III

Die Stealth gibt es nicht mit Videofunktionen. Das Layout der Karte ist zwar darauf vorbereitet, eine deratige Variante ist von Diamond aber bisher nicht angekündigt. Der Savage4 ist mit einem grossen passiven Kühlkörper bestückt, der mit der anfallenden Hitze auch problemlos zurecht kommt. Der Kühlkörper wird zwar deutlich warm, aber man verbrennt sich im Gegensatz zur Voodoo3 nicht die Finger beim Berührungstest im laufenden Betrieb. Die 32MB Speicher sind auf 4 x 7,5ns SDRAM Module aufgeteilt. Auf der Karte sind 3 Jumper angebracht die eine Einstellung zwischen AGP 2x und AGP 4x ermöglichen. Diamond gibt als Grund folgendes an:

"Ein Kompatibilitätsproblem mit 440LX-Motherboards auf Basis einer frühen AGP-Version führt dazu, daß einige AGP-Systeme eine durch das Grafikboard initialisierte automatische Umschaltung zwischen AGP 2X und 4X nicht zulassen. Der Bildschirm bleibt leer und die betreffende Karte ist außer Funktion. Um diese Probleme zu vermeiden, verwenden die Viper V770 und die Viper V770 Ultra Jumper, mit deren Hilfe ein Anwender manuell zwischen 1X/2X bzw. 4X wählen kann.

Hinzu kommt, daß die für Intel 820-basierende Motherboards in Zusammenhang mit AGP 4X-Support geltenden Spezifikationen noch nicht endgültig sind. Auch in diesem Fall garantieren die auf dem Board enthaltenen Jumper dem Anwender die volle Funktionalität des 2X-Modus auch dann, wenn sich die 4X-Spezifikation nicht länger als kompatibel erweisen würde"

Die gleichen Jumper sind übrigens auch auf der Viper V770 zu finden. Bei anderen Herstellern ist derartiges allerdings nicht zu finden. Bei der Verarbeitung ist nichts auffälliges zu bemerken.

Treiber

Getestet wurde die Karte mit den Diamond Treibern 4.11.01.0204 und S3 Referenztreibern v4.11.01.8002-8.02.11.

Etwas Gewöhnungsbedüftig sind die Diamond Tweak Menüs. 3D Einstellungen gelten nur indivduell für einzelne Anwendungen. Damit der Treiber eine Anwendung kennt, muss diese erst einmal gestartet werden. Erst danach taucht diese im Tweak-Menü auf. Globale Einstellungen die für alle Anwenungen gelten sind nicht möglich. Ausser V-Sync und Fog Table lässt sich am Treiber aber nichts weiter einstellen. Farb/Gamma Einstellungen lassen sich einem separaten Menü einstellen.

Diamond liefert ein Update Utility mit, das für ein automatisches Treiberupdate durch das Internet sorgt. Für mehr Komfort bei Treibereinstellungen sorgt das Diamond In Control Menü, das sich nach Klick mit der rechten Taste auf den Desktop aktiviert. Auch die Möglichkeit das Windows 98 Startmenü durch Doppelklick auf den Desktop zu aktivieren nimmt man schon nach kurzer Zeit dankbar an.

Beim herunterfahren von Windows 98 gab es zeitweise Probleme. Das System bleib mit schwarzem Bildschirm hängen. Dies scheint aber auf den Treiber zurückzuführen zu sein. Mit dem S3 Referenztreiber war dieses Verhalten nicht mehr zu beobachten.

Performance

In der Performance liegt die Karte gleichauf mit der ELSA Winner II. Unter Direct 3D ist die Leistung besser als bei einer TNT Karte. In Shogo scheint der Treiber aber noch arge Performanceprobleme zu haben. Auf einem P3 fällt die Framerate hier deutlich ab. Sehr stabil verhielt sich der OpenGL ICD von S3. An der Performance muss aber noch gearbeitet werden. In Quake1 ist auch ein deutlich geringer getakteter TNT schneller und in Quake2 simd die S3 Karten nur knapp darüber. Vor allem in 32Bit fällt die Karte sehr stark ab (siehe Incoming). Die Fillrate des Chips ist zu gering. Eine TNT2 ist in Incoming mehr als doppelt so schnell.

Bildqualität

Die Bildqualität der Karte ist gut. Subjektiv liefern die TNT2 Karten und die Voodoo3 jedoch ein besseres Bild. Das Dithering der Karte bei 16Bit fällt etwas stärker auf als bei der Konkurenz. Alpha Texturen haben einen leicht härteren Rand. Dies fällt aber nur im direkten Vergleich auf.

Diamond Stealth III S540 Homepage

Lieferumfang:
Handbuch Deutsch
Treiber/Software Treiber auf CD-ROM, Software DVD Wiedergabe Player
Service: Garantie 5 Jahre
Support über Hotline und Internet
Modelle: Stealth III S540 32MB

RIVA Station 1999 - Lars Weinand