RIVA Station Graphic Cardtest 99


 

ELSA ERAZOR III Video

Die ELSA VICTORY Erazor mit RIVA 128 hat vor allem durch die Videofunktionen viele Anhänger gefunden. Ihr Nachfolger, die ERAZOR II wurde dann allerdings nur ohne Videofunktionen angeboten. Mit der ERAZOR III bietet ELSA nun wieder eine Karte mit Video I/O an: Die ERAZOR III Video. Ein gutes deutschsprachiges Handbuch führt durch die Installation. Ein umfangreiches Glossar am Ende desHandbuchs hilft eventuell unbekannte Begriffe zu erklären. Als Software liegt der Karte die ELSA WINNERware CD bei, eine Vollversion eines 3D-Spiels, eine 3D-Demo-CD, und die MainActor VideoEditing Software. MainActor ist eine Waschechte Schnittsoftware, die Funktionen bietet die normalerweise nur in teurer Profisoftware zu finden sind.

ELSA ERAZOR III Video

Die Karte erscheint sehr aufgeräumt. Einen grossen Anteil daran hat der auf nur 4 SDRAM Module aufgeteilte Speicher. ELSA verwendet 7ns - 8MB Module von SEC. Als einziger Hersteller wählt ELSA einen niedrigeren Speichertakt als von NVIDIA empfohlen: 140MHz. Der TNT2 Chip läuft aber mit den empfohlenen 125MHz. Für die Kühlung des Chips sorgt ein augeklebter passiver Kühlkörper. Negativ ist das der dicke Klebestreifen, mit dem der Kühlkörper verklebt ist, nicht den kompletten Chip abdeckt. Hierdurch geht Kühlleistung verloren - nichts für Overclocker. Für die Video-Out Funktionen sorgt wie auf der Voodoo3 ein Brooktree BT869KRF, der in der Bildschärfe nicht mit dem von ASUS verwendeten Chrontel 7003 mithalten kann. Als Ausgleich stellt ELSA aber eine äusserst umfangreiche Einstellung per Treiber zur Verfügung. Doch dazu später mehr. Für den Videoeingang ist der schon von der Erazor bekannte ITT Chip zusändig. Anschluss finden die Videogeräte über eine Kabelpeitsche. Zur Verfügung stehen 3 Video Eingänge (2x Chinch, 1x S-VHS) und 2 Ausgänge (1x Chinch, 1x S-VHS). Einen Feature Connector bietet die Karte nicht.

Treiber

Ein Feature der Erazor III Treiber ist die Möglichkeit Bildwiederholraten und Auflösung ganz nach Wunsch einzustellen. Der Anwender ist nicht auf die vorgegebenen Auflösungen angewiesen, sondern kann beispielsweise auch 'krumme' Auflösungen wie z.B 752x570 Einstellen. Die Bildwiederholrate lässt sich dabei auch in 1Hz Schritten wählen. Allerdings kommt die Einstellung etwas durcheinander wenn die Standard Windows Einstellmöglichkeiten für die Bildwiederholrate weiter benutzt werden. In den 3D Menüs bietet ELSA umfangreiche Einstellmöglichkeiten. Von Antialiasing bis V-Sync lässt sich alles wichtige einstellen. Was fehlt sind Einstellungen für OpenGL. Hier ist nur die möglichkeit die Grösse des PCI Texture Memory einzustellen - Mangels PCI Karten eine recht unnötige Einstellung. Tadellos dagegen sind die Einstellungen für den Videoausgang. Neben Bildlage und Grössenreglern begeistert vor allem die Möglichkeit den Videoausgang unabhängig vom Desktop einzusetzen:

  • Video, Direct3D:  Bildschirmfüllende Ausgabe von Spielen oder Video auf TV - uabhängig von er eingestellten Desktop Auflösung.
  • Virtueller Bildschirm: Videoausgabe des Desktops auch bei Auflösungen wie 1024x768 oder 1280x1024. Video-Ausgabe auf 800x600. Panning auf TV.
  • Ganzer Desktop: Videoausgabe des Desktops auch bei Auflösungen wie 1024x768 oder 1280x1024. Ausgabe auf TV schirmfüllend (Ausgabe wird herunterskaliert)
  • Aktives Fenster: Das aktive Windows Fenster wird auf dem TV dargestellt und auf dabei auf maximale grösse Skaliert.
  • Fenster: Legt die Ausgabe auf ein bestimmtes Windows Fenster fest.
  • Lupe: Stellt einen Teil des Desktops gezoomed auf TV dar. Folgt Mauszeiger.
  • Rahmen: Ein benutzerdefinierter Ausschnitt des Desktops wird auf TV dargestellt und auf maximale Grösse skaliert.

Die Einstellungen des Videoeingangs sind nur über das ELSA Icon in der Trayleiste möglich. Auch der Videoviewer ist nur über dieses Menü zugänglich. Miteingebaut in diesen Viewer ist eine Videotext Software. Zum Aufnehmen von Videos nutzt ELSA die Möglichkeiten der beigelegten Videosoftware MainActor 3.


Main Actor Video Sequencer

Mit MainActor 3 lassen sich Videos bearbeiten, vertonen und mit Effekten versehen.

Wählbar sind verschiedene Farbformate und auch eine eigene ELSA Kopmression, die die CPU dazu benutzt die Daten in Echtzeit zu komprimieren. Eine MPEG2 Aufnahmesoftware ist noch in Arbeit. Screenshots Video IN Einstellungen:

Performance

Die benutzten ELSA Treiber v4.11.01.0100-0010 basieren momentan noch auf den NVIDIA Referenzreibern v1.3x, deren Leistung nicht dem aktuellen Stand entspricht. Aber auch mit den NVIDIA Referenztreibern ist die Erazor III meist nur am ende der TNT2 Karten zu finden. Vor allem in hohen Truecolor Auflösungen fällt die Karte etwas ab. Schuld ist hier der geringere Speichertakt. Der Verlust ist nicht gross, aber messbar. Probleme gab es mit dem ELSA Treiber unter OpenGL im Celeron System mit 64MB. Q1 und Q2 liefen nicht. Die Ursache blieb bis Testende ungeklärt. Auf dem 128MB System traten diese Probleme nicht auf. Mit den Referenztreibern liefen die Programme jedoch ohne Probleme - Von den v1.88 Bugs einmal abgesehen.

Bildqualität

Die Bildqualität der Karte ist absolut tadellos. Es sind keinerlei Schlieren oder andere Effekte zu erkennen. Der TV-Out hat eine leichte Unschärfe. Hier ist der Chrontel der ASUS Karten besser. Die Einstellmöglichkeiten der ERAZOR III machen dies jedoch wett. In Spielen ist die Bildqualität TNT2-üblich sehr gut, vor allem unter 32Bit.

ELSA Erazor III Homepage

Lieferumfang:

Handbuch Deutsch und Englisch
Installation Guide Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Niederländisch
Treiber/Software auf CD-ROM ELSA WINNERware, Vollversion Top-3D-Spiel, 3D-Demo-CD, MainActor VideoEditing Software, Microsoft NetMeeting, DirectX6.1
Service: Garantie 6 Jahre, inkl. 100 Tage ELSAcare
Support über Hotline, ELSA LocalWeb und Internet
Artikelnummer: 00887 (Retail) ELSA ERAZOR™ III Video, 32 SD
00872 (Retail) ELSA ERAZOR™ III, 32 SD
00880 (Bulk) ELSA ERAZOR™ III, Video, 32 SD
00858 (Bulk) ELSA ERAZOR™ III, 32 SD

RIVA Station 1999 - Lars Weinand