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NVIDIA (nicht mit Stand vertreten)

NVIDIA stellte den zusammen mit ALI entwickelten Mainboardchipsatz Aladdin TNT2 in einer Pressekonferenz vor. Zum heiß ersehnten NV-15 gab es außer Gerüchten nur sehr wenig zu hören. Man sagt das NVIDIA die Vorstellung des Chips um 6 Wochen verschoben habe. Der Chip sei allerdings bereits fertig und man könne eigentlich mit der Produktion beginnen. Die Situation bei der Konkurrenz (3dfx) mache diesen Schritt aber unnötig da 3dfx frühestens Anfang Mai mit der Auslieferung der ersten V4/V5 Karten beginnen kann. Kommen wird eine SDRAM Version genannt NV11 und die DDR-RAM Version NV15, beide wohl mit 64MB Ausführungen.

 

3dfx Interactive (Halle 9, D36)

Die lang ersehnte Präsentation der neuen 3dfx Karten hinterließ bei mir einen zwiespältigen Eindruck. In einem dunklen Raum wurde eine V5 5000 PCI Karte gezeigt und auf einem MAC G4 und PC vorgestellt. Zum Vergleich ließ man eine GeForce Karte mitlaufen. Mit Star Wars Racer führte man auf dem G4 in einer Auflösung von 640x480 die Vorzüge von Anti-Aliasing vor. Per Hotkey konnte man zwischen AA und normal hin und her schalten und sich so von der guten Qualität überzeugen. Allerdings wurde auch schnell ein Nachteil der Technik deutlich. Das Bilder wirkt teilweise deutlich unschärfer - Einen Effekt den man aus der Bildbearbeitung kennt.


Der 3dfx Stand


V5 5000 PCI


V5 5000 PCI


V5 5000 Stromanschluß

Auf dem PC wurde dann Q3A (Beben3) in Form von Q3Test v1.08 gezeigt und mit GeForce verglichen. Auch hier sah man die Vorzüge des AA. Die Unschärfe bei AA trat hier aber besonders zu tage. Mit ein Grund: Man benutze einen speziellen Mini-Port GL Treiber für die Demo. Zu der leichten AA Unschärfe gesellte sich also noch das deutlich Kontrastärmere Bild der Glide Schnittstelle. Von der Treppenbildung an den Kanten einmal abgesehen sah das 32Bit Bild des GeForce denn auch deutlich besser aus als die 16Bit Glide Darstellung.


Voodoo5 mit AA


GeForce ohne AA

Positiv überrascht war ich von dem Motion Blur in der Praxis. Dieser sieht im bewegten Bild deutlich besser aus als von den Vorab-Screenshots zu erwarten war. Damit lassen sich durchaus Interessante Effekte in Spielen erreichen. Problematisch ist hier die Tatsache das im Gegensatz zu AA die T-Buffer Effekte der neuen Voodoo´s (Motion Blur, Depth of Field) von den Spielen extra unterstützt werden müssen. Titel mit T-Buffer Support konnte man bei 3dfx aber noch nicht nennen, da man bisher keine Karten an Entwickler ausgeben konnte. So steht zu erwarten das in naher Zukunft nur sehr wenige Spiele mit T-Buffer Support erscheinen werden. Die Performance der gezeigten Karten war unter OpenGL noch eher schlecht. Dies lag primär an dem Alpha Status der mit nur 100Mhz (statt 166Mhz) laufenden Chips und dem frühen Treiberstand. Insgesamt hatte ich gehofft auf der Messe schon mehr von 3dfx zu sehen. Mit ersten Sample Karten rechnet man bei 3dfx für April. In den Handel kommen sollen die ersten Karten dann im Mai. Für Europa bedeutet dies sicherlich eher Juni - das wären dann fast 6 Monate nach der Ankündigung der VSA-100 Chips am 15. November. Erfreulich ist das 3Dfx nun auch eine Europäische Website (auch in Deutscher Sprache) anbietet.

Als Bonbon konnte man am 3dfx Stand schon einen Blick auf die kommenden Spiele Star Trek Voyager, Vampire: The Masquerade und Dark Reign 2 werfen.

 

WWW Links:

NVIDIA
3dfx

 

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