Diamond Viper V550
gegen ELSA Erazor II - Der Test
!!
The English version can be found here !!
Hier ist er nun. Der erste Internet-Test der ELSA
Erazor II. Zuerst als Einzelvorstellung gedacht, ist daraus nun ein Vergleichstest mit
der Diamond
Viper V550 geworden, obwohl mir Diamond mitteilte das sie mir mangels Karten keine
Viper zur Verfügung stellen könnten.....
Das es dennoch klappte lag an einem Anruf meines Kumpels Catweazle (CompuDoc), der
mir aufgeregt berichtete er halte grade eine neue Viper V550 in den Händen. 10 Minuten
später hielt ich diese dann in den Händen.
Die Erazor II kam direkt von ELSA. Bestückt sind beide Karten mit jeweils 16MB.
Doch ersteinmal zum RIVA TNT allgemein.
Der RIVA TNT
Mit 7,5 Millionen Transistoren bewegt er sich in
was die Komplexität angeht in Pentium II Regionen. Auf den Karten selber ist davon aber
nicht viel zu sehen. Der Chip muss gekühlt werden und verschwindet bei der Viper unter
einem grossen Kühlkörper. Die Erazor II hat sogar einen Lüfter, der baulich sehr flach
ausgefallen ist und somit andere Karten nicht behindern kann.
Die Leistung des TNT ist phänomenal. Er kann einfach alles besser als der RIVA 128. An
der Darstellungsqualität gibt es nichts zu bemängeln. Wenn man sich bei Incoming an dem
Dithering unter 16Bit Farben stört spielt man eben unter 32Bit. Wenn die pixeligen Kanten
stören schaltet man eben Antialiasing ein oder setzt einfach die Auflösung höher. Das
ist auch der Faszinierenste Punkt beim RIVA TNT. Auflösungen von 1024x768 sind problemlos
spielbar. Quake1 und Incoming laufen dort noch mit über 40fps. Quake 2 ist mit 26 fps
allerdings an der Grenze. Aber eine 333MHz PII CPU ist auch mal am Ende seiner
Leistungsfähigkeit.
Neben der Leistungsteigerung in allen Benchmarks die der TNT zum RIVA 128 bringt ist auch
die Qualität der dargestellten Szenen einfach umwerfend. Final Reality beispielsweise
sieht einfach besser aus. Bei der Robot Scene bemerkt man plötzlich einen
Spiegelungseffekt auf dem Rücken des Robots. Er ist sicher auch beim RIVA 128 da, aber
erst beim TNT fällt er bewusst auf. Es ist als ob beim RIVA 128 alles nur Papiermodelle
waren und der TNT Plastik oder Metallmodelle zeigt. Die Objekte sind gestochen scharf und
ohne Fehler.
Der TNT bietet auch echte 16-Bit Farb-Modi. Der RIVA 128 bot hier nur 15 Bit. Durch
die hohe 2D Leistung und 16MB Speicher kann man aber auch direkt auf Truecolor schalten,
das bis 1900x1200 möglich ist. Dort liefert der TNT durch den 250MHz RAMDAC allerdings
nur noch 60 Hz Bildwiederholfrequenz.
Im Gegensatz zum RIVA128, bei dem man bei vielen Spielen mittels NVTweak Tweaken musste,
läuft der TNT auf Anhieb ohne Darstellungsfehler mit jedem D3D Spiel. (Jedenfalls mit
allen die ich getestet habe).
Das Testsystem
Als Testrechner kommt ein intel Pentium II mit
333MHz auf einem ASUS P2B (BX) Mainboard zum Einsatz das mit 128MB PC100 SDRAM bestückt
ist. Das System ist nicht übertaktet, d.H. der System- und Speichertakt beträgt 66MHz.
(Wegen der Zukunftssicherheit kann ich jedem nur empfehlen die paar Mark Mehrkosten bei
PC100 mit einzuplanen). Für den Test habe ich eine zweite Win98 installation unter FAT32
auf einer separaten primären Partition vorbereitet. Möglich wird dies durch XFdisk, einem Freewaretool das
einen Bootmanager zur Verfügung stellt der mit FAT32 zurechtkommt. Die Bedingungen waren
für beide Karten absolut die gleichen. Tests unter meiner 'normalen' Win98 installation
zeigen aber das dies in diesem Falle egentlich nicht nötig gewesen wäre. Die Ergebnisse
sind mit beiden Installationen gleich. Probleme mit den alten Erazor (RIVA 128) Treibern
gab es keine.
Beide Karten wurden mit den aktuellen Treibern getestet. Für die Erazor II lag mir auch
eine neue Beta-Treiber Version vor die ich seperat getestet habe.
Als Vergleich habe ich alle Tests auch mit nVidia´s TNT 0.36a Referenztreibern
durchgeführt. Alle Tests liefen mit der Einstellung VSync-off ab.
Aber nun genug Vorrede, auf zum Test. |