Vorschau: Matrox G450

Beim Kampf um immer höhere Frameraten in aktuellen 3D-Shootern bleiben vielen Anwendern solide 2D Funktionen auf der Strecke. Mit der G450 will Matrox gerade in diesem Bereich für Abhilfe sorgen, indem man hohen Nutzwert im Alltag mit moderatem Preis kombiniert.

Die G450 basiert auf dem recht erfolgreichen, aber in die Jahre gekommenen G400, läuft dank 0.18 Micron Fertigungsprozeß nun aber mit höheren Taktraten. Wie hoch diese letztendlich sein werden ist noch nicht bekannt, jedenfalls sind entsprechende Angaben in den Specs noch nicht zu finden. Beim Speicher setzt Matrox wie schon NVIDIA und künftig auch ATi mit RADEON auf DDR-RAM, der jedoch durch die Busbreite von nur 64Bit nur der Leistung von "einfachem" 128Bit SDRAM entspricht. Es ist zu erwarten das sich die G450 in 3D Games kaum mit GeForce (2) DDR oder Voodoo5 5500 (2 x 128Bit) messen kann. Der Nutzen des DDR Speichers ist hier primär im reduzierten Fertigungsaufwand der Platine zu sehen (64Bit Leitungen statt 128Bit), der dem User am Ende beim Preis zugute kommt (knapp über DM 400,-).

Der Chipcore wurde laut Matrox im Vergleich zum Vorgänger überarbeitet. Neben dem kleineren Fertigungsprozeß spendierte man ein 64Bit DDR Speicherinterface und ein DVI Interface, das den Anschluß von Flat-Panels und andern Monitoren mit digitalem Anschluß erlaubt. Im 3D Core selber scheinen jedoch keine Änderungen vorgenommen worden zu sein. Die Modifikationen halten sich somit in Grenzen.

Schon in der normalen Version wird die G450 das sogenannte DualHead bieten. Dank eines zweiten ,im Chip integrierten 360MHz RAMDAC läßt sich zusätzlich zum normalen Monitor entweder ein zweiter, oder ein Fernseher an der Karte anschließen. DualHead fand schon bei der G400 viele Freunde und kaum ein Hersteller kann ein derartiges Feature bieten.

Die G450 wird sicherlich nicht an der Spitze stehen wenn es um 3D Leistung geht. Wer jedoch ohnehin nur ab und an eine Runde in einem First Person Shooter oder anderen Spielen wagt und mehr auf Solide 2D Funktionen (auch unter Windows NT) setzt, für den wird die G450 sicherlich zu einer sehr attraktiven Alternative. AutoCAD, Photoshop, Adobe Premiere oder andere Anwendungen lassen sich mit 2 Monitoren deutlich komfortabler und effizienter bedienen. Setzt man DualHead für TV-Out ein, so gibt es kaum eine Karte die derartigen Komfort bei der Videoausgabe bietet. Lediglich der Einbruch des Vorgängers G400 in 3D Spielen/Szenen mit hoher Polygonanzahl macht etwas skeptisch. Hier hilft der höhere Takt normalerweise nicht viel weiter. Ohne ordentliche 3D Leistung wird die Karte in keinem Test wirklich glänzen können, aber warten wir ab bis erste Muster erhältlich sind. Die Markteinführung soll im August erfolgen - die Unverbindliche Preisempfehlung liegt bei DM 419,-.

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Vorschau:

Matrox G450

 

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