NVIDIA GeForce 4 - Der Nächste Schritt (1/19)

aufmacher.jpg (20806 bytes)By Lars Weinand / Thomas Pabst (Tom´s Hardware Guide)

Die vierte Generation

Mit zwei neuen Chips und insgesamt sechs neuen Grafikkarten läutet NVIDIA die "Graphik-Produktsaison 2002" ein. Die neue Performance-Serie "GeForce4 TI" setzt dabei auf den Highend-Chip mit dem Codenamen "NV25". Für den Massenmarkt ist die GeForce4 MX gedacht, die den kleineren Chip namens "NV17" einsetzt.

Wer die Entwicklungen im Grafikchipmarkt über die letzten Jahre verfolgt hat, der konnte sich leicht ausrechnen, das es auch in diesem Jahr Zug-um-Zug zwischen den Erzrivalen ATI und NVIDIA weitergehen wird. Kaum ist der neue ATI Radeon 8500 im Markt und hat leistungsmäßig zum GeForce3 TI mehr als aufgeschlossen, schon kommt die Antwort aus Santa Clara, wo sich das Herz der "GPU-Macher" von NVIDIA befindet.

NVIDIA und auch ATI können sich glücklich schätzen, das die Welt der 3D-Grafik sich nach wie vor in einer stetigen Weiterentwicklung befindet und genügend Potenzial für einige weitere Produktgenerationen vorhanden ist. Ganz anders sieht es ja bereits in der CPU/Prozessorwelt aus - wer in den letzten 12 Monaten einen neuen Prozessor von AMD oder Intel erworben hat, ist nach wie vor bestens bedient - kaum jemand muss wirklich auf die aktuellsten Gigahertz-Monster umsteigen.

Schaut man sich die aktuelle 3D-Grafik an, so ist klar dass längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Die heutige 3D-Hardware ist zwar in der Lage 3D-Szenen mit hohen Auflösungen und hohen Frameraten darzustellen, aber wer sich die neuesten Grafikdemos anschaut, der weiß, das die Effekte und der Grad an Realismus deutlich verbessert werden können. Und mit dem GeForce4 geht NVIDIA exakt in diese Richtung.

Nichts desto trotz ist die breite Masse an Anwendern nicht oder nicht mehr bereit jeder Verbesserung in punkto 3D-Grafik zu folgen und viel Geld für neue Top-Produkte auszugeben. Für die, die auch noch Spaß an älteren Spielen haben, hat NVIDIA die GeForce4 MX vorgestellt - ein Produkt dessen Name leicht irreführend ist. Es handelt sich bei der GeForce4 MX nämlich um eine Weiterentwicklung des GeForce2 MX, die wichtige Features der GeForce3 oder der GeForce4 TI nicht implementiert hat.

Also alles neu? Nicht direkt. Man muss schon ganz genau hinsehen um nicht von der Namensvielfalt verwirrt zu werden. Ti und MX sind völlig unterschiedliche Produkte - und das nicht nur preislich.

Copyright: 06.02.2002 -   RIVA Station 2002 - Lars Weinand
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