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ELSA Erazor X²

ELSA setzt die Erazor Reihe, die mit der wegen ihren Videofunktionen sehr beliebten Victory Erazor mit RIVA 128 begann, weiter fort. Mit der Erazor II und III als Nachfolger gab es dann in Sachen Ausstattung (TV In/Out) sehr unterschiedliche Karten. Auch bei der X-Serie schlägt ELSA wieder einen neuen Weg ein. Hier gibt es nur TV-Out - und das auch nur bei der "grossen" X². Wer sich also gerade an die Videofunktionen der Erazor III Video gewöhnt hat, der wird mit der "kleinen" X nicht befriedigt werden.

Kartenaufbau

Die "grosse" ELSA Erazor X² unterscheidet sich von ihrer kleinen Schwester Erazor X nicht nur durch ihren DDR Speicher. Die Karte basiert auch auf einem anderen Kartenlayout - dem Referenzdesign von NVIDIA. Gefertigt wird die Karte in Taiwan. Wer die Karten von Creative und Guillemot kennt, der wird schnell die Ähnlichkeit im Layout entdecken. Die Karte besitzt im Gegensatz zur "X" einen TV-Out, der Platz für den DVI-Ausgang ist allerdings unbesetzt. Da Monitore mit digitalem Eingang aber ohnehin noch äußerst selten sind bedeutet das keinen großen Verlust.

1. S-VHS Video Out (Chinch über Adapter möglich)
2. CONEXANT (Brooktree!?) Bt-869KRF Chip für Videoausgabe
3. 6ns Infineon SGRAM DDR Speicher
4. Lüfter
5. Universal AGP 2x/4x Slot


Bt 869KRF für TV-Out

Anschlüsse

6ns DDR SGRAM Baustein

ELSA läßt die X² in Taiwan fertigen

Die Karte ist sehr gut verarbeitet. Auch an der Bildqualität gibt es nichts auszusetzen. Die X² bringt auch bei 1280x1024 noch ein scharfes Bild auf meinem ELSA Ecomo Monitor. Wie auch bei der V6800 ist die Chiprückseite durch Bauteile uneben. Hier einen Zusatzlüfter zu installieren ist nur schlecht möglich. Das "Problem" haben aber alle GeForce Karten die mir bisher vorlagen.

Treiber

Der Treiber bietet alle nötigen Einstellmöglichkeiten. Durch ein Icon in der Taskleiste kommt man schnell an alle wichtigen Funktionen. Eine Besonderheit der ELSA Treiber ist die Möglichkeit die Bildwiederholrate in 1Hz schritten zu verändern und jegliche halbwegs darstellbare benutzerdefinierte Auflösung einzustellen. Was fehlt sind Virtual Screens, Hotkeys (z.B. zur Bedienung des TV-Out) und vor allem eine Overclocking Option, die in früheren Treibern aber schoneinmal vorhanden war. Das Tweak-Menü für D3D und OpenGL entspricht im Wesentlichen den NVIDIA Menüs. Kritik gibt es wegen der grossen Verteilung der Treibermenüs. Creative macht vor wie man viele Menüs in einer kompakten Form unterbringen kann.

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Auszug: Treibermenüs

Im Test verwendete Treiberversion: 4.12.01.0110-0000

Leistung

Wie die V6800 setzt die Erazor X² neue Performance Maßstäbe. So lässt sie die V3 3000 und TNT2 Ultra teilweise sehr deutlich hinter sich. Auch an der SDRAM GeForce Annihilator zieht die Erazor X² hendrucksvoll vorbei und liefert sich mit der DDR-RAM Karte V6800 ein Kopf an Kopf Rennen. Bei CPU dominanten Spielen, wie z.B. Unreal Tournament kann die DDR-RAM Karte ihre Vorteile im Vergleich zur SDRAM Version aber nur schlecht ausspielen. Hier fehlt einfach die T&L Unterstützung im Spiel. Hohe Fillrate ist in diesem Fall recht nutzlos, denn die Karte erreicht das Limit einfach nicht.

Features

Video Out:

Die Karte lässt leider die Einstellmöglichkeiten der Erazor III vermissen. So bietet die Karte keinen Dual-View Modus. TV-Out ist nur bei 640x480 und 800x600 möglich. Auch die Zoom und Auswahl Funktionen der Erazor III Video sucht man vergebens. Dafür bietet die Karte mit "Kinoformat" einen Overscan Modus, mit dem man die Videoausgabe schirmfüllend - ohne Rand - auf den TV bekommt. Tearing Effekte bei schnellen Kamerabewegungen gibts es nicht.

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TV-Out Menü

Auf dem rechten Bild sieht man den TV-Out bei Benutzung der "Kinoformat" Option. Das Bild ist schirmfüllend und geht sogar leicht   darüber hinaus. Ein Dual-View Modus ist nicht implementiert, d.H. der Bildschirm wird dunkel sobald man auf das Feld "Videoausgabe aktivieren" klickt.

Da kein Dual Modus möglich ist, ist es jenachdem wo der TV steht sehr schwer wieder zum normalen Desktop Modus zurückzufinden. Von dieser Hürde einmal abgesehen ist die Karte für DVD Wiedergabe jedoch anstandlos zu empfehlen. 16:9 DVD´s werden auf einem 4:3 TV ungestreckt wiedergeben - wie sich das dann auf einem 16:9 TV auswirkt kann ich mangels entsprechendem Gerät allerdings nicht sagen. Besitzer von 4:3 Fernsehern mit keiner oder nur schlechter 16:9 Umschaltung freut´s aber.

ELSA Movie

ELSA legt der Karte die DVD Abspielsoftware ELSA Movie bei. Diese basiert auf der Software von Cinemaster. Ob diese schon die Motion Compensation Funktionen des GeForce nutzt ist mir leider nicht bekannt.

Tweaks/Overclocking

ELSA bietet im aktuellen Treiber keine Overclocking Option für die Karte an. Auch der bei der ELSA ErazorX beworbene ELSA Chipguard ist bei der X² nicht zu finden. Hier hat die ASUS AGP-V6800 deutlich mehr zu bieten.

Meine Meinung zur Erazor X²:

Die Erazor X² ist eine sehr gute Karte! Von den Features her bedeutet es aber einen Rückschritt im Vergleich zur Vorgängergeneration. Mit der Erazor gab es Video I/O, bei der Erazor II keinen, bei der Erazor III dann wieder eine extra Video I/O Version. Und nun gibt es Video Out - allerdings nur bei der DDR Version. Über den Nutzen von Video-IN lässt sich streiten - wer darauf nicht verzichten will hat sich evtl. wohl ohnehin schon eine Add-On Tuner Karte zugelegt. Aber der Video Out sollte auf dem Level der Erazor III sein bzw. wenigstens Dual-View bieten. Insgesammt spielt ELSA mit der Erazor X² ganz oben mit!

Software

ELSA legt der Karte eine Mischung aus Anwendungssoftware und Spielen bei:

Treiber/Tools

- ELSA Movie

- Corel Draw 7 Selected Edition

Spiele:

- Drakan - Demos CD

Specs:

ELSA Erazor X² Homepage

Erhältliche Versionen:
- ELSA Erazor X
- ELSA Erazor X² (hier getestet)

 

 

Strassenpreis (01/2000):

ca. DM 631,-

 

Wertung:

91%

Leistung: 90%
Ausstattung: 90%
Features: 92%

 

 

Copyright: RIVA Station 2000 - Lars Weinand
No Copy without Permission!

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