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NVIDIA RIVA TNT2 - What can TNT2 do for ya?

Der NVIDIA RIVA TNT2 ist auf den ersten Blick 'nur' ein höher getakteter RIVA TNT. Einen Unterschied gibt es allerdings beim Fertigungsprozess. Wurde der TNT noch in 0.35 Micron gefertigt so wird beim TNT2 nun ein 0.25 Micron Fertigungsprozess eingesetzt. Durch die daraus resultierende geringere Stromaufnahme ist die Wärmeentwicklung niedriger. Das Resultat sind vor allem höhere Taktraten.
Weitere interne Veränderungen im Chip sind der Support von bis zu 32MByte SDRAM oder SGRAM Speicher, der neben höheren Spieleauflösungen auch für neue 32Bit Desktop Auflösungen sorgt. Die Maximale nutzbare Farbtiefe2048x1536. Möglich macht dies ein 300MHz RAMDAC. Der TNT wurde noch mit einem 250MHz RAMDAC ausgerüstet. Neben den höheren Bildwiederholraten hat sich das auch in einem deutlich schärferen Bild bemerkbar gemacht - jedenfalls bei den TNT2 Karten die ich bisher in den Händen hielt. Hier TNT und TNT2 in der Gegenüberstellung:

  RIVA TNT RIVA TNT2 / ULTRA
Dreiecke pro Sekunde 6 Millionen 8 / 9 Millionen
Pixel pro Sekunde 180 Millionen 250 / 300 Millionen
Speicher Bandbreite 1,8GByte/Sekunde 2,9 GByte/Sekunde
RAMDAC 250MHz 300 MHz
Maximale Auflösung 1920x1200 2048x1536

Laut NVIDIA hat man auch interne am Chipdesign Änderungen gegenüber TNT vorgenommen. Was das im Detail aber genau ist, bleibt bisher unbekannt.

TNT2 und TNT2 ULTRA

NVIDIA betreibt wie  3Dfx und S3 bei den Chips das sogenannte screening. Hier werden die Chips nach der Herstellung auf die Leistung überprüft und als TNT2 oder TNT2 ULTRA eingestuft. Der Unterschied liegt in der Taktrate mit der die Chips später betrieben werden. Der TNT2 läuft nach Spezifikation mit 125MHz Chiptakt und 150MHz Speichertakt und ein TNT2 ULTRA mit 150MHz Chiptakt und 183 Speichertakt. Ansonsten sind die Chips absolut gleich. Um diesen hohen Speichertakt zu ermöglichen müssen aber entsprechend schnelle Speicherbausteine eingesetzt werden. Die TNT2 ULTRA Referenzkarte läuft mit 8ns SDRAM. Normal sollte die Zugriffszeit geringer sein (5 - 5,5ns). Die Speicher laufen zwar mit hohen Taktraten, aber hier auf Kosten der Refreshzeiten. Um die Bausteine nicht zu überlasten muss eine Wartezeit, die Waitstates, beim Speicher eingelegt werden. Bei 183MHz befinden sich die Chips schon sehr nahe an der Grenze. Schon eine übertakten der Taktrate von 183MHz auf 190MHz sorgt schon nach kurzer Zeit für Ausfälle bei der Refrenzkarte. Die mir seit kurzem zur Verfügung stehende ASUS V3800 Deluxe setzt 5,5ns SGRAM Bausteine ein (Update der Benchmarks dieses Artikels in Kürze). Hier ist durch die schnelleren Rehreshzeiten ein Geschwindigkeitsgewinn zu erwarten. Hinzu kommt das sich der Speicher auch höher takten lässt, da er mehr Reserven hat.

Die Endgültigen Taktraten sind Sache der Boardhersteller. Hercules hat beispielsweise eine TNT2 ULTRA mit 175MHz TNT2 Takt und 210MHz Speichertakt angekündigt. Dazu legt Hercules ein Overclocking-Util gleich dazu. Auch Diamond hat ein ULTRA Variante mit höherem Takt als 150/183 im Programm.

RIVA Station 1999 - Lars Weinand