
Zusammenfassung
Der NVIDIA RIVA TNT2 viel Spielfreude aufkommen....
vorrausgesetzt man besitzt eine CPU grösser gleich intel Pentium II / Celeron 400MHz.
Darunter ist der Gewinn durch den neuen Chip einfach zu gering. Vor allem der AMD K6-2
350MHz enttäucht auf ganzer Linie. Unreal mit diesem System kann man nur noch als
Dia-Show bezeichnen. Mit einem Celeron 300A@450 oder einem PII 450MHz geht aber bei fast
allen Spielen die Post ab. Gegenüber TNT spielt der TNT2 aber meist in einer anderen
Liga.....Das Rockt!
TNT2 ULTRA oder TNT2 !?!
Der TNT2 ULTRA zeigt seine Stärken vor allem im 32Bit
Bereich. Unter 1024x768-32 ist der TNT2 ULTRA deutlich schneller als der TNT2. In den
16Bit Auflösungen bis 1024x768 ist der Unterschied nicht so gross. Die Fillrate des
'normalen' TNT2 reicht hier vollkommen aus. TNT2 ist durch seine höhere Fillrate zwar
auch hier schneller, aber ob man in GLQuake nun 106 oder 126 FPS hat....
Wenn man in höheren Auflösungen als 1024x768 spielt, macht sich das Leistungsplus
des TNT2 ULTRA natürlich wieder bemerkbar, aber der optische Gewinn in diesen
Auflösungen gegenüber 1024 ist nur gering.
Der TNT2 ULTRA sei also all denen ans Herz gelegt, die
unbedingt das Maximum haben wollen. Alle anderen können schon mit einem normal getakteten
TNT2 glücklich werden.
Wer einen Pentium III besitzt oder plant einen solchen
anzuschaffen muss etwas anders denken. Die Zukunft wird zeigen wie der Spiele-Support für
intel´s Streaming-SIMD aussieht. Wird dies unterstützt steigt die FPU Leistung des
Prozessors dramatisch an. Besitzern eines Pentium III kann ich nur empfehlen eine TNT2
ULTRA zu wählen, denn wenn die CPU-Leistung durch SIMD steigt, ist die Fillrate der
Grafikkarte wieder der Flaschenhals. Wenn der Support in den Spielen aber ausbleibt....
Besitzer eines Rechners in der K6-2 350MHz-Klasse stellt sich
eher die Frage ob man nicht lieber eine schnellere CPU statt schnellerer Grafikkarte
kaufen soll. Diese CPU nutzt selbst den TNT nicht annähernd aus. Eine Hoffnung liegt in
der Ankündigung von NVIDIA das 3DNow! Support schon bald in die Treiber einfliessen wird.
Wie Tests mit 3DMark99 MAX zeigen
erreicht ein K6-2 350 MHz bei Ausnutzung von 3DNow! fast die FPU-Leistung eines 450MHz
PII. Neben den Treibern bleibt aber weiterhin das Problem das auch die Spiele 3DNow!
unterstützen müssen! Ansonsten kann auch ein 3DNow! fähiger Treiber nicht viel tun....
Wie es bei einem K6-III aussieht kann ich mangels CPU nicht sagen.
Ein Kritikpunkt in Sachen Features bleibt: NVIDIA
unterstützt kein S3TC (Texturkompression) wie die S3 Savage4 oder Environmental Bump
Mapping wie die Matrox G400. Wie der Support für diese Techniken aussehen wird, ist noch
nicht abzusehen. In Sachen S3TC kann man sagen das der TNT2 durch die Unterstützung von
2048x2048 grossen Texturen und 32MB Speicher auch ohne S3TC in den Genuss von
hochauflösenden Texturen kommt. Die Performance des Savage4 ist auch geringer als die des
TNT2, so das dieser Chip die höhere Menge an Texturen die er handeln kann erstmal
darstellen muss.
Genauso abwarten muss man bei dem Environmental Bump Mapping
von Matrox. Die G400 Karten sind erst ab Sommer lieferbar und bei Spielen gibt es bisher
auch nur Ankündigungen oder Technologie-Demos. Schöner wäre es aber natürlich wenn der
TNT2 diese Techniken beherrschen würde. Vieleicht lässt sich Treibermässig in Zukunft
noch etwas machen.
Ein Ausgleich hierfür: NVIDIA bietet als einziger einen
vollwertigen OpenGL ICD Treiber für Windows 98 und Windows NT4.0. Dies ermöglicht auch
den Einsatz von 'ernster' 3D-Software unter diesen Betriebssystemen. Ein weiterer Punkt
den nicht jede Grafikkarte bietet sind die Video-In und Out Funktionen, die durch den
CCIR-656 Video Capture und Bidirectional capture port zur Verfügung stehen.
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Ich hoffe dieser Artikel hat geholfen einen Überblick über
den TNT2, seine Fähigkeiten, Performance und Features bekommen! Die
Benchmarktabelle wird in den nächsten Tagen durch weitere Ergebnisse ergänzt werden!
RIVA Station 1999 - Lars Weinand |