Neuer Treiber v7206 - ATI RADEON 8500 (2/9)

SmoothVision

Die von ATI "SmoothVision" getaufte AntiAliasing Technologie setzt wie auch NVIDIA´s GeForce 3 auf Multisampling. Die Frameraten bei dieser FSAA Methode liegen deutlich höher als beim SuperSampling, das bei GeForce 2 und den alten RADEON Karten benutzt wird. Nähere Details zu den Funktionsweisen der beiden FSAA Techniken hier: (Tom´s Hardware Guide).

ATI geht allerdings noch einen Schritt weiter als NVIDIA. Prinzipbedingt werden Texturen durch MultiSampling AntiAliasing leicht unscharf dargestellt. MultiSampling ist in in diesem Punkt der SuperSampling Methode unterlegen. ATI versucht dieses Problem bei SmoothVision abzumildern. Der Anwender kann zwischen Maximaler Qualität oder Maximaler Performance wählen. Erstere arbeitet mit größeren Texturen und benötigt daher natürlich mehr Speicher und Bandbreite. Zudem werden diese noch gefiltert.

ATI unterstütz neben den üblichen 2x und 4x FSAA Modi auch 3x und 6x. Die Settings Quality oder Performance erlauben dabei unterschiedliche erreichbare, Maximale Bildschirmauflösungen:

Maximale 32Bit FSAA Auflösung

Quality 2x

1280x1024

Perform. 2x

1600x1200

Quality 3x

800x600

Perform. 3x

1280x1024

Quality 4x

1024x768

Perform. 4x

1280x1024

Quality 5x

800x600

Perform. 5x

1024x768

Quality 6x

800x600

Perform. 6x

1024x768

Die folgenden Bilder zeigen die Unterschiede im Detail:

fsaa-comp.jpg (95944 bytes)

(Download unkomprimiert als BMP - 800kb) **Update 15.11.2001

Im Detail sind deutliche Unterschiede zwischen den Ergebnissen zu erkennen. Die Ti500 bügelt bei 2xFSAA die Kanten deutlich glatter (Treppe), bietet aber eine deutlich schlechtere Texturqualität - auch gegenüber ATI´s Performance Setting. Bei 4x sind in Sachen Kantenglättung kaum noch Unterschiede zu erkennen. Das Ti500 Ergebnis gewinnt auch hier nicht an Schärfe. NVIDIA´s spezielle Quincunx Lösung erscheint noch unschärfer.

ATI setzt mit SmoothVision voll auf Qualität. Die Texturen werden im Gegensatz zur NVIDIA Lösung scheinbar standardmäßig (Anisotropisch) gefiltert. Der RADEON Treiber bietet bisher allerdings maximal 16tap Anisotropic, wohingegen NVIDIA´s GeForce 3 16tap, 32tap und 64tap beherrscht. Implementiert ist dies bereits seit der Treiberversion v12.xx. Kurioserweise fehlen im NVIDIA Treiber dafür aber jegliche Einstelloptionen. Die Optionen lassen sich nur durch manuelles editieren der Registry oder Mittels diverser Freeware Tweaktools wie NVmax aktivieren.

Um Verwirrungen zu vermeiden noch mal deutlich: Der auf den oberen Bildern gezeigte "GeForce Ti500 - Xx FSAA - 64tab" Modus ist in den Standard NVIDIA Treibern in dieser Form nicht wählbar. Unverständlich, denn diese Qualität ist für die RADEON 8500 bisher unerreichbar. (**Update 15.11.2001)

NVIDIA´s Ti500 ist in der Standardeinstellung gut doppelt so schnell wie ATI´s RADEON 8500 mit SmoothVision - Allerdings auf Kosten deutlich schlechterer Darstellungsqualität. Aber auch mit erzwungener 64tab Anisotropischer Filterung kann sich die Ti500 noch vor der R8500 behaupten - bei überragender Qualität. Angesichts der Ergebnisse ist es unverständlich, dass NVIDIA diesem Modus nicht offiziell anbietet.

ATI´s SmoothVision ist deutlich langsamer als NVIDIA´s FSAA Methode. Das dies allerdings nicht an der Filterung liegt zeigen die folgenden Benchmarks.

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Copyright: 14.11.2001 -   RIVA Station 2001 - Lars Weinand
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