IDE & Co - Wie
funktioniert´s?
Bei IDE Laufwerken kann man heute fast nichts mehr falsch
machen. Aber eben nur fast! Um das beste aus den Laufwerken herauszuholen und diese nicht
auszubremsen sollte man der Konfiguration des Laufwerks etwas Aufmerksamkeit schenken.
Hier ist vor allem der DMA-Modus (Direct Memory Access) wichtig.
Um zu verstehen was es damit auf sich hat kommt man nicht
drumherum sich mit der Funktionsweise des Datentransports einer IDE- Festplatte oder
CD-ROMs zu beschäftigen. Wenn eine Anwendung im PC Daten von der Festplatte oder von
einer CD anfordert, so gibt diese eine entsprechende Anweisung an die System-CPU, diese
einzulesen. Hat man unter Windows 9X oder Windows NT die DMA Unterstützung aktiviert,
kann das Laufwerk nun die Daten an der CPU vorbei direkt in den Arbeitsspeicher schreiben
(DMA). Diese Transaktionen werden dann von der System-CPU überwacht. Die auf Motherboards
integrierten E (Enhanced)-IDE Controller bieten seit intel´s 430FX Chipsatz das
sogenannte Busmaster-DMA. Dies stellt eine Erweiterung des eben beschriebenen Vorgangs
dar. Die CPU wird für das überwachen der Transaktionen nun nicht mehr herangezogen. Der
Busmaster kann dies alleine. Die CPU wird nun nur noch dazu benötigt die
Transfervorgänge in Gang zu bringen.

Aktivierung des DMA-Supports unter Windows 98
Was bedeutet das nun unter Windows? In erster Linie sollte
man einen Busmaster Treiber für den Mainboard eigenen IDE Controller verwenden. Bei
Motherboards mit intel Chipsatz benötigt man nur für die ersten Windows 95 Versionen
(95a) besondere Busmaster Treiber (zu bekommen auf www.bmaster.com). Neuere
Windows 95 Versionen sowie Windows 98 bringen geeignete Busmaster IDE Treiber für intel
Chipsätze bis BX direkt mit. Allerdings ist die DMA Unterstützung von Haus aus
deaktiviert. Um diese unter Win9X einzuschalten muß man den Windows Gerätemanager
bemühen (Systemsteuerung -> System). Nach einem Klick auf CD-ROM/CD-ROM Laufwerk
findet man in den Einstellungen den Punkt DMA. Dieses Kästchen muß man aktivieren. Wenn
man diesen Dialog schon offen hat, kann man auch die Einstellung Automatische
Benachrichtigung beim Wechsel' deaktivieren. Dies schaltet den Autostart beim einlegen
einer CD ab. Die Autostart Option kann z.B. schuld an Rucklern in manchen Spielen sein.
Wenn man auf Autostart verzichten kann, sollte man es also besser deaktivieren. DMA ist
aber nicht nur für CD-ROM Laufwerke wichtig, sondern vor allem für Festplatten. Die
Festplatte findet man unter Laufwerke/Generic IDE Disk. Auch hier das Kästchen DMA
aktivieren. In halbwegs aktuellen Rechnern sollten dadurch keine Probleme auftreten. Nur
bei alten Festplatten oder Motherboards kann es zu Problemen kommen. Im Zweifelsfall
lieber darauf verzichten. Ein Neustart ist zwingend.
Busmaster Treiber
Für Motherboards mit VIA (www.via.com.tw) oder ALI Chipsatz (www.ali.com.tw) muss man sich auf deren Internetseiten mit den neusten IDE-Busmaster
Treibern versorgen. Ein Vorteil ist hier, das man meist schon im Installationsprogramm der
Treiber die DMA Unterstützung aktivieren kann. Ein manuelles Einstellen wie bei den intel
Chipsätzen ist dann nicht mehr nötig.

Win98 Busmaster IDE Treiber: Hier bei intel BX Chipsatz
Für Windows NT4 gilt prinzipiell das gleiche. Busmaster
treiber suchen (Vom Mainboard hersteller oder www.bmaster.com ) und
installieren. DMA kann am einfachsten über das Tool DMACHECK
aktiviert werden.
Viel Aufwand für 3 kleine Buchstaben. Aber es lohnt sich.
Die CPU-Belastung bei Datenzugriffen sinkt dramatisch. Vor allem in Rechenintensiven
Spielen in denen Daten kontinuierlich nachgeladen werden, wird man mit einem viel
flüssigeren Spiel belohnt (Bei Audio Tracks spielt das allerdings keine Rolle).
Copyright: RIVA Station 1999 - Lars Weinand
No Copy without Permission! |