TNT2 Karten der Ultraklasse

Alle reden vom GeForce 256 und der neuen Leistung dank
Hardware T&L und höherer Fillrate. Doch für viele Aufrüstwillige werden die
aktuellen Grafikkarten jetzt erst richtig interessant, da diese durch die Vorstellung des
Nachfolger-Chips NVIDIA GeForce normalerweise im Preis fallen sollten (Wenn die
Produktionsengpässe, die durch das Erdbeben in Taiwan entstanden sind da keinen Strich
durch die Rechnung machen).
Grund genug einen Blick auf TNT2 Karten der Ultra-Klasse zu
werfen. TNT2 Ultra Karten sind die schnellsten TNT2 Karten überhaupt. Im Prinzip sind 'Ultras'
besonders ausgesuchte normale TNT2 Chips. Bei den Chip-Herstellern nennt sich das
'Screening'. In der Chip-Produktion gibt es immer Streuungen innerhalb der Fertigung. So
finden sich immer Chips auf dem selben Waver die schneller betrieben werden können als
andere. Man sagt z.B. das die Chips am Rand eines Wavers meist 'schlechter' sind, also
z.B. nicht so gut höher getaktet werden können. Der normale Takt des TNT2 ist 125MHz
für den Grafik-Chip (Core Clock) und 150MHz für den Speicher (Memclock). Der Takt des
Speichers wird dabei vom verwendeten Speichertyp beeinflusst. Besonders die Zugriffszeit
setzt hier die Grenze.
Bei TNT2 Ultra Chips beträgt der von NVIDIA
vorgegebene Takt 150MHz Core Clock und 183MHz Memclock. Diese Werte sind allerdings nur
'Empfehlungen' und können von den Karten-Herstellern durchaus verändert werden. So kommt
die Guillemot Maxi Gamer Xentor auch mit einer Taktrate von 175/183MHz. Die Creative
Graphics Blaster TNT2 Ultra ist hingegen mit den 'normalen' 150/183 getaktet. Die ELSA
Erazor III Pro ist keine Ultra, sondern wird mit dem TNT2 Pro (Auch TNT2-A genannt)
ausgerüstet. Dieser Chip ist ein normaler TNT2 Chip, der allerdings statt in 0.25 Micron
wie bisher, in 0.22 Micron gefertigt wird. Die kleineren Struckturen ermöglichen es, den
Chip mit weniger Strom-Spannung zu betreiben. Durch die geringere Hitze Entwicklung kann
der Chip höher getaktet werden als normale TNT2´s. Die Empfehlung für Pro Karten liegt
bei 143/166. Genau mit diesen Taktraten kommt auch die Erazor III Pro, also knapp
unterhalb von TNT2 Ultra Niveau.
Chip / Taktrate |
Busbreite: Chip / Speicher |
| NVIDIA TNT (90/110) |
128Bit Chip/128Bit Speicher |
| NVIDIA Vanta (100/125) |
128Bit Chip/64Bit Speicher |
| NVIDIA TNT2 M64 (125/150) |
128Bit Chip/64Bit Speicher |
| NVIDIA TNT2 (125/150) |
128Bit Chip/128Bit Speicher |
| NVIDIA TNT2 Pro (143/166) |
128Bit Chip/128Bit Speicher |
| NVIDIA TNT2 Ultra (150/183) |
128Bit Chip/128Bit Speicher |
Durch die hohen Taktraten verbrauchen die
Chips viel Strom und werden entsprechend heiss. Man könnte eine Ultra-Karte im Prinzip
auch mit einem grossen passiven Kühlkörper kühlen, aber das ist den Herstellern
scheinbar zu heikel: Alle Ultra/Pro Karten sind mit Lüftern zur Kühlung des Chips
ausgestattet. Den User freut´s, hat er doch die Möglichkeit noch etwas an den Taktraten
zu 'schrauben'. Alle 3 hier getesteten Karten haben in ihren Treibern die Möglichkeit die
Taktrate zu verändern (Übertakten, engl. Overclocking). Bei der Creative Karte gibt es
in den Treibern allerdings nur Regler für den Speichertakt. Wer auch den Core Clock
ändern will muss hier zu einem Tool aus dem Internet greifen (z.B. Powerstrip). Legt man Wert auf ein
Leises System legt, muss man sich darüber klar sein das ein Lüfter auf der Grafikkarte
etwas Lärm macht (Durch meine SCSI Platten könnte ich 10Lüfter im Rechner haben ohne
diese zu bemerken... also bitte keine Fragen WIE laut die Lüfter denn nun sind :-))
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