Ein erstes Fazit:
Der TNT2 ist teilweise deutlich schneller als
der TNT. Nur teilweise deshalb, weil die CPU des Testrechners eine grosse Rolle spielt.
War beim TNT bei höheren Auflösungen trotz schneller CPU schnell schluss, so geht es
beim TNT2 munter weiter. Hinzukommt die höhere Leistung die durch die schnelleren
Taktraten gegenüber dem TNT vorhanden ist. Spiele die aber von Haus aus für interne
Berechnungen viel CPU-Leistung benötigen (Crusher/Kingpin) lassen die Karte hier auf
Sparflamme laufen. Durch den höheren Takt ist der TNT2 zwar auch hier schneller, aber es
zeigt sich die Abhängigkeit von der CPU. Einwerfen muss man allerdings das die Treiber
noch nicht endgültig sind. Die NVIDIA Detonator v1.20 Referenztreiber nutzen die Leistung
des TNT2 sicherlich noch nicht voll aus. Aber für einen direkten Vergleich sind sie die
erste wahl... momentan.(Vor allem die deutlich höher getaktete Ultra Variante wird
nochmals einen deutlichen Schritt machen)
Hierdurch kommt man zu dem Schluss, das es Zeit
wird das die Spielehersteller CPU Erweiterungen wie Intels Streaming SIMD beim Pentium III
und AMD´s 3DNow! besser unterstützen. Allerdings ist hier auch in den NVIDIA Treibern
noch eine Lücke. 3DNow! wird noch nicht richtig unterstützt. Laut Ankündigung von
NVIDIA soll sich das aber bald ändern. Man arbeite zusammen mit AMD an dem Problem....
Intels Lösung ist mangels Software auch noch nicht zum Zug gekommen. Profitieren
tut der TNT2 hiervon aber auf jeden fall.
CPU-Abhängigkeit - Ein
Erklärungsversuch
Die CPU berechnet die 3D Daten einer Scene, die der
Grafikkarte dann übergeben werden. Diese macht dann im Prinzip nichts anderes als diese
mit Farben und Texturen zu belegen und sehr schnell auf dem Bildschirm darzustellen. Man
könnte es mit Motoren beschreiben (Bitte ein Auge zudrücken <g>): Der Grafikchip
ist der Motor und die System-CPU eine Benzinpumpe. Wenn der Motor nun auch mit wenig
Benzin schnell sein soll, bekommt er Probleme wenn er mehr Benzin bekommt. Da er viele
Verarbeitungen selbst macht, kann er mit der Mehrmenge an Benzin nichts anfangen.
Ist der Motor aber so konzipiert das er immer schneller wird, je mehr Benzin er
bekommt, dann hat er ein Problem wenn nicht genug da ist. Die Pumpe schafft einfach nicht
mehr. Der TNT2 Chip ist nach ersten Eindrücken eher auf das letztere ausgelegt. Aus
diesem Grunde kann er von oben genannten CPU Erweiterungen sicher sehr gut profitieren.
Und der nächste Schritt ist schon am Horizont: Geometriebeschleunigung. Hier ist das
Geometrie-Setup, das momentan von der CPU erledigt wird auf der Karte enthalten. Die
System CPU ist dann nicht mehr der Flaschenhals
Das ganze soll nur ein einfacher Erklärungsversuch sein... |
Die ASUS Karte macht einen sehr soliden
Eindruck und ist mit Features geradezu überladen. Eine Vorstellung dieser Features kommt
in Kürze in einem nächsten Test. Dort werde ich dann auf die 3D Brille VR-100 und die
Videofeatures der Karte eingehen.
Der TNT2 bietet hervoragende Leistungen bei hohen Auflösungen und 32 Bit Farbtiefe
und kann sicher viel von den neuen CPUs wie AMD K7 und Pentium III profitieren. NVIDIA hat
hier einen guten Job gemacht - Ein idealer Kompromiss aus guter Leistung mit aktuellen
CPUs und Zukunftssicherheit.

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Update 04.05.99: Weitere Testwerte
mit einer NVIDIA TNT2 ULTRA Referenzkarte und neusten NVIDIA TNT2 Treibern gibt es hier.
RIVA Station 1999 - Lars Weinand |