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Treibervergleich: NVIDIA v6.50 und v12.41 (1/5) |
Vergangene Woche hat NVIDIA neue Referenztreiber in der Version v12.41 auf seine Download Server gestellt. Die Treiber werden übrigends immer noch als Detonator 3 bezeichnet, obwohl viele fälschlicherweise von Detonator 4 sprechen. Intern bezeichnet NVIDIA die v12.xx als Release 10! Ein neuer Treiber war längst überfällig, denn der Vorgänger v6.50 stammt noch von Anfang Februar und kennt die neusten NVIDIA Grafikchips wie MX200/400 und GeForce 3 noch nicht. Wer hier neueres als v6.50 wollte, mußte entweder darauf warten das der Hersteller seiner Grafikkarte einen aktuelleren Treiber anbietet, oder er griff auf "inoffizielle" (leaked) Treiber zurück, die aus dem NVIDIA Developer Bereich den Weg ins Internet gefunden haben. Im Normalfall sind diese Treiber zwar als Beta anzusehen, laufen in den meisten Fällen dennoch ohne größere Probleme. Da diese Dateien aber oft durch mehrere "Hände" laufen ist dennoch etwas Vorsicht angebracht. Es gab bereits Viren verseuchte dll´s oder manipulierte Inf Files, die beispielsweise die Startseite des Internetexplorers bei der Installation verändern.
Die neuen v12.41 gibt es zur Zeit leider nur als WHQL Version. WHQL ist ein Zertifikat des Microsoft "Windows Hardware Quality Labs". In diversen Tests wird dort sichergestellt, daß diese Treiber unter Windows kompatibel zu anderer Zertifizierter Hardware sind und alle nötigen 2D und 3D Features in Hardware oder Hardware/Software unterstützen. In den 3D Test müssen beispielsweise die gerenderten Bilder bis zu einem gewissen Grad mit Referenzbildern übereinstimmen.
Was sich in der Theorie schön anhört und für OEM´s sicher sehr wichtig ist, stellt den Poweruser vor kleine Probleme. So sind in WHQL Treibern keine Optionen für V-Sync Optionen oder gar Overclocking Menüs integriert. Da bleibt nur der Griff zu extra Tools wie beispielsweise Powerstrip oder man benutzt die Optionsmenüs (nvcpl.dll) aus einem anderen Treiberelease, beispielsweise aus v12.40. Zudem erkennt die neue Version keine RIVA TNT Karten mehr, was sehr stark nach einer "politischen" Entscheidung aussieht und den Besitzern einer solchen "alten" Karte wohl suggerieren soll, das es Zeit ist endlich upzugraden... Richtig ärgerlich ist jedoch das Fehlen der Filtersettings in den aktuellen Treibern. GeForce 3 beherrscht verschiedene Stufen von Anisotropischer Filterung (siehe RIVA Station GeForce 3 Review) die zu deutlich besserer Bildqualität führen. Die NVIDIA Treiber stellen jedoch keinerlei Einstelloptionen zur Verfügung, so daß man auf Freeware Tools wie RIVA Tuner zurückgreifen muß oder eben die Einstellungen in der Registry von Hand vornimmt. Die für viele wichtigste Frage ist jedoch: Sind die neuen schneller? Lohnt sich das Upgrade oder nicht? Ich habe beide Treiber mit einer GeForce 2 MX, GTS, PRO und Ultra auf einem Pentium 4 System gegeneinander antreten lassen. Als Benchmarks benutzte ich Giants, Quake 3 und 3D Mark 2001.
Testkarten:
Alle Test wurden unter Windows98SE durchgeführt, die Ergebnisse sollten jedoch auf ME und 95 - nicht jedoch Windows 2000 - übertragbar sein. |
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Copyright: 11.06.2001 - RIVA Station 2001 - Lars Weinand URL of this Article: www.rivastation.com/7gf3cards.htm - If you want to link to it, please use this URL! :-) |